Frisch zum Kampfe

Das Salzburger Landestheater setzt mit Saariahos «Émilie» und Mozarts «Clemenza di Tito» markante Zeichen

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Diese Salzburger Werke-Ambition klingt nach ihm. «Jonny spielt auf», «Pilger von Mekka», «Eugen Onegin», «La clemenza di Tito»: Das hätte einst auch Gerard Mortier zu einer Sommersaison zusammenschnüren können. Doch verantwortlich dafür sind andere. Jene, die sich gegen die übermächtigen und ständigen (ob im Januar, zu Ostern, Pfingsten oder im August) Dauerfestspiele behaupten müssen und daran erinnern, dass es an der Salzach auch ein normales Theaterleben gibt.

Carl Philip von Maldeghem, ­Intendant des Landestheaters und im früheren ­Berufsleben Mortiers Salzburger Referent, weiß genau, wie er die Quote nach oben treiben muss, um Extravagantes zu finanzieren. «La Cage aux folles» wurde also in dieser Spielzeit ebenso herausgebracht wie «Émilie» von Kaija Saariaho.

Die finnische Komponistin feierte anno 2000 just bei Salzburgs Sommerfestival mit «L’Amour de loin» ein überwältigendes Debüt in der Opernwelt. «Émilie» ist ihr drittes Stück fürs Musiktheater, wurde 2010 in Lyon mit Karita Mattila uraufgeführt und passt wunderbar ins feine, intime Landestheater. Der 70-minütige Monolog von Émilie du Châtelet, Europas erster Naturwissenschaftlerin, ist – wie immer bei Saariaho – eine ...

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Opernwelt Juli 2014
Rubrik: Magazin, Seite 72
von Markus Thiel

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