Brückenbauer

Eine Festschrift würdigt Werk und Wirken des Komponisten und Dirigenten Peter Ruzicka

Opernwelt - Logo

«Celan» (1998/99), «Hölderlin» (2008) und «Benjamin» (2015/16) heißen die drei Musiktheaterwerke, die Peter Ruzicka bisher vorgelegt hat und aus deren jeweiligen Klang- wie Denk-Konstellationen er späterhin auch namensentsprechende «Symphonien» destilliert hat, darunter die Ende März 2018 vom hr-Symphonieorchester unter Leitung des Komponisten uraufgeführte «Benjamin-Symphonie».

Die Literaturen von Walter Benjamin und Friedrich Hölderlin sowie ganz besonders die Poesie und Poetik von Paul Celan, den der 1948 in Düsseldorf geborene Ruzicka in jungen Jahren in Paris noch kurz vor dessen Freitod im April 1970 besuchte, sind für das Œuvre des bei Hans Werner Henze und Hans Otte ausgebildeten Komponisten essenzielle, über die Opern und Symphonien hinausgehende Koordinaten und Einflusssphären. Ebenso die muikalischen Welten Joseph Haydns, Thomas Tallis’, Gustav Mahlers und Giuseppe Sinopolis, die in seinen gut 70 Werken für diverse Formationen verschieden intensiv durchscheinen. Mit Letzterem teilt Ruzicka, anlässlich dessen 70. Geburtstags vor einigen Monaten die ihm gewidmete Festschrift «Passagen (- ins Innere)» erschien, die (von erstaunlich vielen Musikerpersönlichkeiten des 20. und ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Opernwelt-Artikel online lesen
  • Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Opernwelt April 2019
Rubrik: Hören, Sehen, Lesen, Seite 23
von Stefan Fricke

Weitere Beiträge
Dramatisch härter

In Verdis Entwicklung nimmt die Vertonung von Shakespeares «Macbeth» eine Schlüsselstellung ein. Mit ihr stellte er 1847 zum ersten Mal die überkommene Form des italienischen Melodramma infrage und versuchte «die Musik mit dem Drama zu verschmelzen». Eine Oper ohne Liebeshandlung mit nur zwei Hauptdarstellern und dem Chor im Zentrum war für die italienische Bühne...

Herrlicher Budenzauber

Diese Produktion ist ein bedeutender Beitrag zum Offenbach-Jahr. Weil sie hilft, die gedankliche Brücke zu schlagen von den grell-geistreichen Sozialsatiren zu «Hoffmanns Erzählungen». Unmittelbar vor «Fantasio» entstanden, im Sommer 1869, für ein Gastspiel der «Bouffes-Parisiens» in Baden-Baden, zeigt auch «Die Prinzessin von Trapezunt», wie sich die...

Falsettritter

Im Booklet seines neuen Recitals «Ombra mai fu» erscheint Philippe Jaroussky als bunt gefiederter Botschafter des venezianischen Karnevals. In der Tat widmet er sein neues Album der Lagunenstadt und einer ihrer ehemaligen Zelebritäten – gemeinsam mit dem Ensemble Artaserse untersucht Jaroussky den gewichtigen Beitrag Francesco Cavallis (1602-1676) zur...