Alles so schön brombeerfarben hier
Es ist schon fast eine betriebliche Übung in den Medien unseres Landes: Je näher es auf die Bayreuther Festspiele zugeht, desto niedriger ist die Hürde, die eine Nachricht überspringen muss, um eifrig publiziert zu werden. Da wird schon einmal vermeldet, dass Katharina Wagner privat mit Holz-Pellets heizt. Aber es gab auch Wichtiges wie den ersten Warnstreik der Festspielgeschichte: Nach der Neuformierung der Festspielträgerschaft waren Tarifgespräche notwendig geworden; in letzter Minute wurde ein Abschluss für das nicht künstlerisch beschäftigte Personal erreicht.
Ebenfalls im Zentrum des Interesses: Würden die beiden jüngst so überraschend vereinten Halbschwestern Stoff für Schlagzeilen liefern? Den Gefallen taten sie niemandem. Zwar zeigte sich Eva als Medienmuffel, doch funktioniert das Doppel im ersten Jahr ohne öffentliche Missklänge. Insgesamt scheint der Machtwechsel unaufgeregt vonstatten zu gehen: Von einer harmonischen Stabübergabe reden die Angestellten genauso wie die Künstler. Beide Festspielleiterinnen sind sehr präsent im Haus, auch bei den Proben – ein wichtiger Faktor im Bayreuther Saisonbetrieb.
Eine frische Corporate Identity – alles so schön brombeerfarben auf ...
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Opernwelt September/Oktober 2009
Rubrik: Festspiele, Seite 14
von Claus Ambrosius,Stephan Mösch
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«Jede Fotografie», schrieb Susan Sontag in ihrer kleinen Philosophie der
Kamerakunst, «ist eine Art Memento mori. Fotografieren bedeutet teilnehmen an der Sterblichkeit, Verletzlichkeit und Wandelbarkeit anderer Menschen (oder Dinge). Eben dadurch, dass sie diesen einen Moment herausgreifen und erstarren lassen, bezeugen alle Fotografien das unerbittliche...
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