Staatskunst. Zur Orchesterfusion in Halle

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Opernwelt August 2006
Rubrik: Kommentar, Seite 72
von Jürgen Otten

Vergriffen
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In der Jahrhunderthalle

Im niederschlesischen Wroclaw, zu dem man wieder Breslau sagen darf, ohne als Revanchist verdächtigt zu werden, steht ein luxuriös restauriertes Opernhaus, samtweich und goldglänzend. Aber weil sich die Handwerker auch nach der offiziellen Eröffnung noch ungebührlich viel Zeit lassen, weicht die Intendantin weiter aus. An den verrücktesten Orten hat sie schon...

Junge Racker und ihr Ende

Die Buh-Rufe waren berechtigt: Calixto Bieito hatte Strawin­skys «Rake» beim Festival im nordwestspanischen La Co­ruña als harm­lose Kinderspielzeug-Version angerichtet: ein riesiges Gummi-Disney­world, das knatschbunt selbst den Orchestergraben und das Proszenium umfasste. Hier ein bisschen Ritterburg mit Türmchen, da ein paar phallische Pilze, hier ein Kissen,...

Im Puppenheim

Laurent Spielmann, Intendant der Opéra National de Lorraine in Nancy, dient sich seinem Publikum nicht mit einem populären Spielplan an. In dieser Saison stach die musikalisch und szenisch hochinteressante und qualitätsvolle Aufführung von Zemlinskys «König Kandaules» hervor (siehe OW 5/2006). Auch eine barocke Rarität fand sich mit Desmarests «Venus et Adonis»...