Fünfzackiger Stern
In Moskau mit seinen elf Millionen Einwohnern gibt es fünf Opernhäuser, und sie sind fast jeden Abend sehr gut besucht. Doch die fünf Zacken des Moskauer Opernsterns strahlen nicht alle gleich intensiv. Drei Häuser kann man ohne weiteres große nennen, während die beiden übrigen verhältnismäßig kleine Spielstätten haben, obwohl sie über eine recht große Truppe verfügen.
Natürlich nimmt das Bolschoi den ersten Platz ein – es ist das älteste Theater, seine bisher noch nicht vollständig aufgezeichnete Geschichte begann vor mehr als zweihundertfünfundsiebzig Jahren.
Sein Gebäude mit zweitausend Sitzplätzen ist eines der schönsten Opernhäuser der Welt. Vor einigen Jahren entstand neben dem majestätischen alten Haus am Theaterplatz in Moskau die so genannte Neue Bühne – ein Saal mit achthundert Plätzen, dessen Decke, wenig angebracht, mit Kopien von Bakst-Kostümen aus den Zeiten der Russischen Saisons in Paris versehen wurden, während das Foyer den Charme eines sowjetischen Kulturhauses ausstrahlt. Solange das große Haus restauriert und geschlossen sein wird (mindestens bis 2008), finden alle Aufführungen auf der Neuen Bühne statt, die sich die Oper natürlich mit dem Ballett teilen ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Opernwelt? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Opernwelt-Artikel online lesen
- Zugang zur Opernwelt-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Opernwelt
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Der Zuschauerraum des Innsbrucker Landestheaters spielt in diesem «Don Giovanni» immer mit, nicht nur wenn in der hier favorisierten Wiener Fassung Zerlina den Schwindler Leporello frech herausfordert und hinter dem Dirigenten an einen Stuhl fesselt. Von Anbeginn ist klar: Hier wird Theater gespielt. So schleichen sich die Figuren noch vor ihrem eigentlichen...
Eine Marktlücke füllt der neue «Barbier», den Sony in Zusammenarbeit mit dem Bayerischen Rundfunk produziert hat, sicher nicht, denn es gibt von dieser populären Buffa mehr als genug erstklassige Aufnahmen. Das geschäftliche Kalkül zielte wohl auf die Besetzung der Rosina mit dem bulgarischen Weltstar Vesselina Kasarova, die in dieser Partie anderweitig noch nicht...
In Gelsenkirchen, das sich seit Jahren mit viel Engagement, aber wenig künstlerischer Fortune, der italienischen Belcanto-Oper des frühen Ottocento annimmt, kam Bellinis «Zaira» zu deutschen Erstaufführung, ja zur ersten Aufführung außerhalb Italiens überhaupt. Dem 1829 bei seiner Premiere in Parma durchgefallenen Werk liegt Voltaires zur Zeit der Kreuzzüge...
