Temporeich, emotional und fantasievoll
Das Publikum blickt über das Bühnenbild von „Cats“ hinweg zu den drei berühmten Schweizer Gipfeln Eiger, Mönch und Jungfrau. Gerahmt von dieser imposanten Naturkulisse aus Alpen und Thunersee ist die rostrote Bühne mit Karussell und Zelten, Rampen und Gerüsten ein starker Kontrast. Erstmalig wurde das seit 1981 populäre und international erfolgreiche Musical „Cats“ vom 12. Juli bis zum 21. August als Open-Air-Produktion in der Schweiz gezeigt – bei den Thunerseespielen.
Seit 15 Jahren werden im Schweizer Thun populäre musikalische Produktionen aus aller Welt dargeboten – direkt auf der Wasseroberfläche des Thuner Bergsees – in diesem Jahr stand „Cats“ auf dem Spielplan. Bereits von den Parkplätzen aus ist die fast 20 Meter hohe Rückwand der großen Besuchertribüne sichtbar. Stützen, Streben, Pfeiler, Bretter und Holzplatte – filigran wirkt das Metallgerüst. Tribüne und Bühne als komplexe Einheit sind eine technische Leistung, die von vielen Gästen bestaunt wird. Die davor platzierte Eventfläche – als Musicalgarten bezeichnet – bietet hinreichend Platz für die Besucher und lädt zum Verweilen ein. Besucherempfang, Ticketing, Presse- und VIP-Counter sowie Gastronomieangebote sind alle ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent der Bühnentechnischen Rundschau? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Bühnentechnische-Rundschau-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Bühnentechnische Rundschau
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
BTR Ausgabe 4 2017
Rubrik: Thema: Produktionen, Seite 26
von Walter Mäcken
Auf dem See: „Carmen“ bei den Bregenzer Festspielen
Die Neuinszenierung für die Seebühne der Bregenzer Festspiele hielt für die Besucher, aber auch für technisch Interessierte viele Superlative bereit. Für die Inszenierung von Kasper Holten schuf Es Devlin ein extravagantes Bühnenbild: Gigantische Spielkarten in nackten Händen dienen gleichfalls als...
Feuer und Flamme gehören in Frankreich fest zur szenografischen Kultur. Es lodert sowohl unter den Füßen von Tangotänzern als auch in den Höhen des Eiffelturms. Künstlerische Ensemble wie Groupe F oder Kompanie Bilbobasso haben sich auf Feuereffekte spezialisiert und sich mit ihrem hochspezifischen Know-how einen lukrativen Markt erobert. Von gigantischen Pyroshows...
Eine vergängliche Spielstätte
Das Kulturfestival Origen eröffnete Ende Juli einen roten, etwa 30 Meter hohen Theaterturm – auf dem Julierpass in 2300 Metern Höhe. Zur Einweihung und bis Mitte August wurde die Oper „Apokalypse“ des 2012 verstorbenen Bündner Komponisten Gion Antoni Derungs gespielt. In dem Werk erzählten skurrile Figuren, apokalyptische Reiter,...
