Wie funktioniert Gesellschaft?

Konstantin Küspert «rechtes denken»

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Dem Verständnis, das Politiker unterschiedlicher Couleur den Ängsten vor «Überfremdung» und «Islamisierung» entgegenbringen, weil man «die Sorgen der Bürger ernst nehmen» müsse, kann man erwidern: Nicht jede Angst ist berechtigt, und nicht jede Angst führt zum Recht. Der Soziologe Heinz Bude spricht in diesem Zusammenhang davon, dass ein ethnisch homogenes Milieu nur ein «halluzinierter Zustand» sei (und immer war), der zwar mit großen Gefühlen aufgeladen werden könne, aber als Grundlage für ein Wir nicht aufrechtzuerhalten sei.

 

Warum geht die Sehnsucht nach Gemeinschaft dennoch oft mit gruppenbezogener Ausgrenzung einher? Wie entstehen Einstellungen, die von der Ungleichwertigkeit der Menschen ausgehen? Entstehen Gesellschaftsstrukturen weniger über Gemeinsamkeiten als vielmehr über das Außen, den gemeinsamen Feind, die Anderen, von denen man sich abgrenzt? In seinem Stück «rechtes denken» untersucht Konstantin Küspert rechtsextreme und somit fremdenfeindliche Positionen in unserer heutigen, «nordwestlichen» Gesellschaft. 

 

Wann rechte Denkweisen als «rechtschaffen», wann als beunruhigend wahrgenommen bzw. qualifiziert werden, hängt durchaus auch vom diskursiven Gewand ab, mit ...

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Theater heute Jahrbuch 2015
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 185
von Remsi Al Khalisi

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