What a Feeling
Eine Zeitlang kursierte ein verwackeltes Amateurvideo im Netz, auf dem zu sehen ist, wie die Choreografin Doris Uhlich und der Brut-Co-Intendant Haiko Pfost im Duett die Nummer «What a Feeling» aus dem Tanzfilm «Flashdance» performen. Das im Rahmen einer offenbar ausgelassenen Party entstandene Bilddokument enthält in komprimierter Form, was das 2007 eröffnete Koproduktionshaus Brut Wien in den vergangenen acht Jahren ausgemacht hat: Neben Uhlich, einer der auch international erfolgreichsten Künstlerinnen des Brut, haben auch die Feste und ein gewisser Queer-Faktor das Haus geprägt.
Die Gründung von Brut war ein Ergebnis der sogenannten «Wiener Theaterreform», mit der die Stadt ihre Off-Theater-Szene stärken wollte. Ein Expertenteam legte 2003 eine Studie vor, in der unter anderem dringend die Einrichtung eines «Koproduktionshauses» empfohlen wurde. Um einerseits internationalen Künstlern eine Plattform zu bieten und andererseits die Wiener Szene international sichtbarer zu machen, sollte Wien endlich auch ein Haus bekommen, wie es Hamburg (Kampnagel), Zürich (Gessnerallee), Frankfurt (Mousonturm) oder Berlin (Sophiensäle, HAU) längst hatten. «Dass so etwas auch in Wien entsteht, ...
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Theater heute Juli 2015
Rubrik: Magazin: Off Wien, Seite 62
von Wolfgang Kralicek
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