Wattn ditte?

In Berlin herrschen andere Sitten: zum unrühmlichen Abschied von André Schmitz

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Die Berliner (Kultur-)Politik bot im Februar einen für Außenstehende seltsamen Anblick. Erst hatte eine Boulevardzeitung herausgefunden, dass das unversteuerte Schweizer Konto des Kulturstaatssekretärs André Schmitz 2012 bei einer Bankrazzia aufgeflogen war und der hohe Amtsträger das folgende staatsanwaltschaftliche Ermittlungs–verfahren seinem Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit Mitte 2012 gestanden hatte. Wowereit hatte daraufhin weder politische noch disziplinarrecht­liche Konsequenzen gezogen, sondern den Mantel des Schweigens ausgebreitet.

Die Staatsanwaltschaft stellte das Ver­fahren Ende 2012 gegen die Nachzahlung der Steuerschuld von gut 20.000 Euro und eine Strafe von 5.000 Euro ein. Als die Angelegenheit ein gutes Jahr später dennoch ruchbar wurde, weilte Wowereit gerade im Tiroler Skiurlaub und fand die Entdeckung nicht weiter der Rede wert. Es bedurfte eines unsanften Hinweises von SPD-Chef Sigmar Gabriel – «Repräsentanten der SPD haben Vorbildfunktion» –, dass Schmitz schleunigst seinen Hut nahm. Wowereit wiederum kehrte nach Skiurlaubsende eine Woche später entspannt in die Hauptstadt zurück, erklärte seine Entscheidung von 2012 für juristisch, beamtenrechtlich ...

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Theater heute März 2014
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Franz Wille

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