Vorsicht, Rutschgefahr!
Der Eisberg, den die sieben Saarbrücker Schauspielerinnen und Schauspieler erklimmen, ist abschüssig. Trotzdem nimmt eine sogar den Kinderwagen mit hoch und rutscht auf einer seitlichen Rutsche wieder mit ihm runter. Das Publikum staunt, wie sie das schafft, hat sich zu diesem Zeitpunkt aber bereits von der Vorstellung verabschiedet, auf dem kühlen Schuldenberg könne tatsächlich jemand abgleiten. Im Gegenteil.
Man muss den Eisberg wohl als Bild dafür nehmen, dass im Reich der Schulden zwar eisige Rutschgefahr wie am Nordpol besteht, der Schuldner aber beim Eintritt in die Gemeinde der Schufa-Verdächtigen die Witterung akzeptiert und in einer Parallelwelt lebt, in der er weder den Frost drohender sozialer Ausgrenzung noch die Kälte der Strafverfolgung als Problem wahrnimmt. Warum sollte er auch nicht auf Pump leben und Warenkataloge plündern, wo die soziale Marktwirtschaft doch allem Anschein nach das Gebot des Verkaufens auf jeden Fall über die Frage nach der Liquidität des Käufers stellt?
Und hat der wachsende Schuldnerberg nicht auch einen neuen Berufsstand geschaffen: Den Schuldnerberater, den Kathrin Röggla vor zwei Jahren ebenso konsultierte wie all die Schuldner und deren ...
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