Von Massen und Minderheiten
«Maximum City» nennt der Autor Suketu Metha Bombay, und seine gleichnamige journalistische Erzählung beginnt mit dem Satz: «Bald werden mehr Menschen in Bombay leben als auf dem australischen Kontinent.» (Suketu Metha: Maxium City – Bombay, Lost and Found, Vintage, 2005) Man schätzt Bombays gegenwärtige Einwohnerzahl auf über 20 Millionen, die Bevölkerungsdichte gilt als die zweitgrößte der Welt, und täglich strömen mehr Menschen in die Stadt auf der Suche nach einem besseren Leben oder nach Ruhm in den Traumfabriken Fernsehen und Bollywood.
Mumbai, so heißt die Hauptstadt des Staates Maharashtra heute offiziell, in den Herzen und im Sprachgebrauch vieler Bewohner ist sie aber Bombay geblieben. Der Stadt sind durch das Meer und die sumpfigen Mangroven nach Süden, Westen und Osten natürliche Grenzen gesetzt, und so platzt die Maximum City inzwischen aus allen Nähten.
Der Verkehr ist eine tägliche Geduldsprobe für Lungen, Ohren und den Terminkalender. Die Reichen und Stars schieben sich in teuren Autos mit getönten Scheiben im Schritttempo an Bussen und Auto-Rikschas vorbei, auf dem Bürgersteig daneben hungernde Migranten vom Land, die dem Gehweg mit einer Plastikplane ein Stück ...
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«... oder Ein Puppenhaus»: Den Titel wörtlich nehmend, dreht sich Nora als Ballerina im Babydoll und mit plustrigem Rothaar auf giftgelbem Boden der Oberhausener Bühne, die bis auf eine grellgrüne Tannenbaum-Silhouette leer und von jederlei bürgerlichem Inventar verschont bleibt. Nora gehört ganz ins 19. Jahrhundert. Aber diese hier nicht in ein Salonstück und...
Hmm … was wünsch ich mir denn vom Christkindl? Erst einmal hat es mich in diesem Jahr schon reich
beschenkt. Meiner und der Arbeit meiner fast 2000 Akteure bei den Oberammergauer Passionsspielen wurde in diesem Jahr so viel Aufmerksamkeit beschert, dass ich es fast nicht wage, mir noch etwas zu wünschen. Und trotzdem: Ich wünsche mir Mut.
Ich wünsche mir, dass wir...
Es ist Spargelzeit! Jedenfalls im Wiener Volkstheater, wo Gianina Cãrbunarius böse Groteske «Spargel» um den rumänischen Saisonarbeiter Dani und seine Schnäppchenjagd im britischen Supermarkt von Christina Hommel uraufgeführt wird. Um das Leben auf den Feldern eines europaweiten Arbeitsmarkts kreist auch das mit dem Förderpreis des Berliner Stückemarkts...
