Verrat, Schuld, Erinnerung
Es gibt Heerscharen von Schauspielern hier am Rio de la Plata. Sie stehen Abend für Abend auf einer von nahezu vierhundert Bühnen, verdienen mit Schauspielunterricht etwas Geld und halten sich mit anderen Brotjobs über Wasser. Und es gibt diese Mischwesen, die gleichzeitig Autor, Regisseur und Schauspieler sind. Alejandro Tantanian ist einer der bekanntesten.
Und dann wäre da noch Rafael Spregelburd, der sich mit seinen zeitgenössischen Varianten zu den sieben Todsünden des Hieronymus Bosch bei uns durchsetzte und dessen neuestes Stück «Bloqueo» demnächst im Theatro del Pueblo zur Uraufführung kommt. An einem der ersten Augustabende traf man die beiden im Theatersaal des Goethe-Instituts mitten im Geschäftsviertel von Buenos Aires.
Es gab die spanischsprachige Erstaufführung von «Mala Zementbaum» (abgedruckt in TH 2/07), das Armin Petras zusammen mit Thomas Lawinky nach dessen Stasi-Outing geschrieben hat. Der Dialog eines Ex-Spitzels mit seinem ehemaligen Führungsoffizier wurde im Rahmen eines Zyklus’ neuer deutschsprachiger Dramatik zusammen mit Inszenierungen von Anja Hillings «Mein junges idiotisches Herz», Darja Stockers «Nachtblind» und Händl Klaus’ «Wilde – Der Mann mit den ...
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Theater heute Das Theater und das Berufsbild des Schauspielers haben sich in den letzten Jahren verändert. Über diese Veränderungen und ihre Auswirkungen auf die Ausbildung wollen wir sprechen. Sie, Marion Tiedtke, fangen jetzt als Leiterin der Schauspielschule in Frankfurt an, Michael Börgerding leitet seit 2005 die Theaterakademie in Hamburg, Bernhard...
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Theater heute Das Theater hat sich verändert und fordert mehr Flexibilität von seinen Schauspielern. Einerseits in Richtung Performance und soziokulturelle Verantwortung, andererseits in Richtung Film und Fernsehen. Ulrich Matthes, entspricht das auch Ihrer Berufserfahrung? Hat sich überhaupt so viel verändert?
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