Standortfaktortuning

Mit dem Münchner Rodeo-Festival soll freier Tanz und Theater aus München ins rechte Licht gerückt werde

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An sich eine freundliche Geste, nicht gerade kühn, aber scheinbar unverfänglich: Eine Stadt «proudly presents» freie Tanz- und Theateraufführungen, die in den letzten Jahren entstanden sind, zum Zwecke der «örtlichen Vernetzung» und in Erwartung «überregionaler Aufmerksamkeit».

Wettbewerbsorientiert und marktkompatibel, so wünscht sich – zumindest insgeheim – der Kulturpolitiker «seine» Künstler, und wenn es da an der einen oder anderen Stelle hapert, zeigt man sich schon mal spendabel, um die lokale Produktion offensiv in Stellung zu bringen.

Im Fall des Münchner Tanz- und Theaterfestivals Rodeo bediente man sich dazu einer Initiative des Theatermachers Gert Neuner, der bereits 1990 und wieder 2008 unter dem Label «Starke Stücke» mehr oder weniger auf eigene Faust eine Auswahl frei produzierter Theater-, Tanz- und Performance-Projekte präsentierte. Ein bisschen strukturelle und finanzielle Unterstützung seitens der Stadt wäre für die Weiterentwicklung der Idee allerdings erforderlich gewesen, und spätestens da wollte sich das Kulturreferat naturgemäß lieber selbst in der Rolle des Veranstalters sehen.

Doch in der wohlgemeinten Zielverordnung stecken auch schon die Tücken des ...

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Theater heute Dezember 2014
Rubrik: Magazin: Festival, Seite 70
von Silvia Stammen

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