Regeln des Jahres
Was für Regeln gelten für die 38 Kritiker, die auch in dieser Spielzeit wieder die Schauspieler, Inszenierungen, Stücke und Bühnen des Jahres gewählt haben? Eigentlich keine, außer dass sie ihre Voten rechtzeitig einsenden müssen. Ansonsten sind sie nur sich, dem Theaterhimmel über ihnen und ihren persönlichen Regelwerken verpflichtet.
Auf den folgenden Seiten das Abstimmungsergebnis über die besten Bühnenwerke der Saison; ein Porträt des Theaters des Jahres und eine Selbstauskunft des Regisseurs Jürgen Gosch.
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Plötzlich die Sehnsucht nach Natur. Bäume sehen! Himmelfläche. Weidenfläche. Schmerzfläche. Lust. Hinaus ins Grün. Achtlos über Laub. Bis außer Atem. Grundlos lachen. Sich halbtot lachen. Aus dem Schlafwandel erwacht plötzlich merken: Ich bin schon zu weit gelaufen. Hunger und quälende Lust auf Kaffee und Butterbrot, eine Stärkung. Um mich herum nur die blöde...
Seine Zettelwirtschaft ist Legende, und sie wächst immer weiter.
Im Keller stapeln sich die Notizen, über Jahre wachsen die Stücke, und ob sie jemals aufgeführt werden, war ihm selbst nicht sonderlich klar. Das klingt nicht nach Erfolgsrezept, aber auch so kann man zum Dramatiker des Jahres werden: Händl Klaus im Porträt.
Das Theater hat mich besser in allem gemacht», findet Abdul. «Das Gute ist, dass alle zusammenhalten, dass alle mitarbeiten», lobt Christin. «Man nimmt andere Rollen an, versetzt sich in die Lage anderer Menschen, das gefällt mir – sich selbst loslassen, jemand anderes werden», sagt Marina. Abdul, Christin und Marina, alle 16 oder 17, gehen ins berufsvorbereitende...
