Mannheim: Alistair McDowall «Brilliant Adventures» (DE)

Alles nicht so ernst gebeamt

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Der Duden meint, der Vorgang habe zur Folge, «dass jemand bis zur Unsichtbarkeit aufgelöst wird und an einen anderen (gewünschten) Ort gelangt, wo er wieder Gestalt annimmt». Aus der persönlichen Erfahrung kennt man das «Beamen» eher nicht, hat aber schon den Eindruck, es könnte ganz sinnvoll sein. Der Stress mit dem ICE zum Beispiel würde endlich der Vergangenheit angehören. Problematisch wird das Ganze, soll es dann auch entlang der Zeitachse funktionieren.

Was zum Beispiel wäre, begegnete man sich in der Zukunft selbst? Und was, könnte der Zeitreisende in der Vergangenheit aktiv in den Lauf der Dinge eingreifen und die kausale Abfolge von Ereignissen verändern? Hollywood hat sich solch tiefgreifender Fragestellungen schon häufiger angenommen; im Theater mussten wir auf Alistair McDowall warten, einen 26-jährigen Autor aus Nordengland.

Er hat ein Stück mit einem Protagonisten geschrieben, der eine Zeitmaschine erfindet und dann auch noch seinem gebeamten Ich begegnet. Zuerst einmal geht es in «Brilliant Adven­tures» aber um eine klassische Kain- und Abel-Geschichte in Form eines Unterschichtendramas. Die ungleichen Brüder kommen aus dem verarmten Vorort einer englischen Stadt. ...

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Theater heute Juni 2014
Rubrik: Chronik, Seite 53
von Jürgen Berger

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