Hochstapeln am Auftragswerk
Man konnte wirklich leicht auf den Bluff reinfallen, so routiniert herzlich klang im Vorwort zu ihrem Stück «Der große Blöff/Entfernte Kusinen» der Danksagungston Felicia Zellers an ihre «Kusine Deborah Schnabel, die mir im Sommer 2006 die Aufzeichnungen zum Großen Blöff so freimütig überlassen hat»: auf «dreizehn beidseitig beschrifteten Zetteln» ein Dramenentwurf von «Carl (oder Hans?) Zuckmayer», «Skizzen zu einem Drama», die sie zum «Großen Blöff» «rekonstruiert und ergänzt» habe.
Bis auf die Auswahlliste des bis dahin gänzlich unbekannten, aber ungemein wahrscheinlichen «Deutschen Projekt-Literatur-Innovationspreis 2010» habe das sensationelle Experiment es gebracht.
Carl Zuckmayer, verrät Wikipedia, Carl Zuckmayer verdiente mit seinem Durchbruchsstück «Der fröhliche Weinberg» 1925 im zarten Alter von 29 Jahren so viel Geld, dass er sich ein Haus am See bei Salzburg kaufen konnte. Sein größter Erfolg, die Hochstaplerkomödie «Der Hauptmann von Köpenick», brachte ihm sechs Jahre später gleich im ersten Jahr 160.000 Reichsmark ein, damals «das Höchsteinkommen eines Schwerstarbeiters», zitiert Felicia Zeller Wikipedia im «Großen Blöff». Heute wären das eine satte halbe Million ...
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