Gut geölter Niedergang

Marcel Luxinger «Fahrstuhl zum Bankrott»

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«Fahrstuhl zum Schafott», das Debüt des französischen Filmregisseurs Louis Malle, ein mit einer wundervoll coolen Jazzmusik unterlegter später Beitrag zum Film Noir, hat offenbar Pate gestanden für Marcel Luxingers in Bochum uraufgeführte Wirtschaftskrisenfarce «Fahrstuhl zum Bankrott» – allerdings nur, was den Titel betrifft. Darüber hinaus hat der wenig zimper­liche Humor des Schweizer Autors mit dem subtilen Schwarzweiß-Melodram des Franzosen nichts gemein.

 

Luxinger hat sich den unaufhaltsamen Niedergang eines mittelständischen Traditionsunternehmens vorgeknüpft, das eben Fahrstühle produziert. Bereits in der ersten Szene fällt der Seniorchef der Firma krachend vom Rollstuhl und überlässt deren weiteres Schicksal seinen Neffen, dem sensiblen Daniel (Oliver Möller) und dem smarten Lars-Robert, Chefarzt einer sogenannten Renaturalisierungsklinik (Leopold Hornung). Beide haben vom operativen Geschäft keine Ahnung und beauftragen eine Freelance-Analystin namens Munteanu (Evamaria Salcher) damit, die Sanierung der maroden Firma in ihre Hände zu nehmen. Der Name der Dame verweist auf ominöse Beziehungen nach Transsylvanien oder Translirien, wie es hier heißt, die im vorletzten Akt des ...

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Theater heute August/September 2009
Rubrik: Chronik, Seite 73
von Martin Krumbholz

Vergriffen
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