Festival II: In der Einsamkeit der Bergwelt

Unter dem Motto «Back to the Future» besinnt sich das Grazer Festival Steirischer Herbst des «kulturelle Erbes»

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Irgendwann werde ich einmal gehen müssen, hinaus oder hinüber», steht im liebevoll gestalteten Begleitbüchlein, das der Besucherin am Eingang zu Anna Peschkes Installation «Ophiopogon» in die Hand gelegt wird. «Dann wird es vielleicht dieses kleine berylgrüne Heftchen sein, das ein paar Menschen den Zugang zu meinen Welträumen ermöglicht. Sie können hierher zurückkehren.»

Dass auch die Erinnerung unterschiedlichste Zeiten, Räume und Menschen verbinden kann, gerät im Zeitalter der digitalen Vernetzung ein wenig in Vergessenheit.

Man muss nicht gleich die «Auswanderung des Denkens aus dem Gehirn» (Frank Schirrmacher) befürchten, um festzustellen, dass das menschliche Archiv, das Gedächtnis, sich zunehmend durch externe Speichermedien entlastet. In diesem Sinne wollte die Intendantin Veronika Kaup-Hasler das diesjährige Festivalmotto des Steirischen Herbsts «Back to the Future» auch weniger als Spielwiese gegen­wärtiger Zukunftsszenarien verstanden wissen, denn als Auseinandersetzung mit «kulturellem Erbe». Auch das Festivalzentrum im GrazMuse­um, vom italienischen Architekturkollektiv orizzontale ganz im retrofuturistischen Chic der fortschrittsoptimistischen Space-Age-Ära ...

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Theater heute Dezember 2015
Rubrik: Magazin, Seite 76
von Anja Quickert

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