Erfurt leuchtet

Der größte Theaterneubau seit der Wieder­vereinigung entstand in der thüringischen Landeshauptstadt

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Als 1808 die berühmten Hofschauspieler der «Comédie Fran­çaise» die versammelten Monarchen des Erfurter Fürstenkongresses mit ihrem Spiel zerstreuten, mussten sie noch mit dem später Kaisersaal genann­ten Ballhaus vorlieb nehmen. Erst 1877 leisteten sich die Erfurter Bürger ein veritables Theatergebäude, mit immerhin 1150 Plätzen, aber noch ohne eigenes Ensemble. 1956 wurde es zur «Oper» geadelt, da das «Neue Theater» von 1949 fortan als «Schauspielhaus» firmierte.

Noch lange mussten sich die Erfurter Mimen in eher provisorischen Spielstätten einrichten, im ehemali­gen «Waidspeicher» und im «Kuppel Theater» an der Thüringenhalle, einem zeltartigen Pavillon. Nach der Wende, als die Oper wegen desaströser baulicher Mängel geschlossen werden musste, durfte endlich an die große Lösung, einen Neubau für ein Dreispartentheater, gedacht werden.
Im Herbst 2003 ging der Vorhang auf für einen neuen Akt der Erfurter Theatergeschichte. Das neue Haus fand seinen Standort in einer nicht eben repräsentativen Gegend, nur drei Minuten vom Domplatz entfernt zwar, aber eben abseits, außerhalb der Blickachsen. Nebenan dämmert ein imposantes, aber zugenageltes ehemaliges Heizkraftwerk aus der ...

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Theater heute Juli 2006
Rubrik: Serie Theaterbauten, Seite 36
von Falk Jaeger

Vergriffen
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