dosenfleisch

ein neues stück in vorläufiger verfassung

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§4 vom gefühlsstau
fernfahrer es spürt der körper die geschwindigkeit, es spürt der körper die geschwindigkeit, es spürt der körper die geschwindigkeit, erst wenn sie nicht mehr ist. hält auch der
wagen an, der körper will noch weiter fahren. der körper will nach hause fahrn zu frau und kind, weil träg eine beharrlichkeit da in dem körper wohnt, wenn er erstmal in gleichför­mige bewegung ist versetzt. das ist was physikalisches. der körper, unsrer, ist halt leider
anfällig fürs physikalische.


und durchs abrupte anhalten, zu dem wir jetzt gezwungen sind, durch diese unterbrechung unsrer fahrt, bildet sich in uns drin ein drang, ein innerer bewegungszustand,
der weiter will, doch nicht befriedigt wird. das weiterwollen und nicht weiterkönnen, das ist der grund für diesen stau, gefühlsstau in uns drin. und könnten längst zu hause sein, wenn nicht die nacht hereingebrochen wär, was uns zum zeitabhocken hier an dieser tanke zwingt. und in dem augenblick, und in dem augenblick, und in dem augenblick, da könnten wir die unsrige schon an den armen halten, dem gefühlsstau in uns drin schon freie fahrt in sie rein lassen. käm da drei tage kein verkehr ins stocken. doch so muss man nochmal die ...

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Theater heute Jahrbuch 2014
Rubrik: Stücke des Jahres, Seite 94
von Ferdinand Schmalz

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