Doch das Fleisch ist schwach

Das biennale Münchner Festival «Spielart» 2005 lockte mit Importen aus Spanien, Kanada, Italien und Argentinien

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Mit Festivals ist es wie mit guten Weinen. Bei beiden gibt es unterschiedliche Jahrgänge, selbst wenn sie schon lange vom selben Team betreut werden. Bereits zum sechsten Mal richteten die Kuratoren Tilmann Broszat und Gottfried Hattinger nun das biennale Münchner Theaterfestival Spielart aus, und auch wenn man sagen kann, dass 2005 wohl nicht als Spitzenjahr in Erinnerung bleiben wird, so gab es doch neben manch Leichtgewichtigem auch einige bemerkenswerte Importe zu entdecken, über die sich zumindest gut streiten ließ, was ja mitunter mehr wert ist als einhellige Begeisterung.


 

Happy Meal mit Rodrigo Garcias

Musste man angesichts des rot glitzernden Logo-Herzchens und des gefühlig-gefälligen Mottos «P.O.P. – Passion_Obsession_Pathos» anfangs befürchten, Spielart ginge diesmal ganz gegen seine Gewohnheit auf sentimen­talen Schmusekurs mit dem Publikum, so konnte man schon beim Eröffnungs­abend einigermaßen beruhigt sein: «Die Geschichte von Ronald, dem Clown von McDonalds» von Rodrigo Garcia und seiner spanischen Truppe La Carniceria Teatro ist alles andere als ein leicht verdauliches Happy Meal, sondern vielmehr eine intelligent-unappetitliche Abrechnung mit den Auswüchsen der ...

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Theater heute Februar 2006
Rubrik: Magazin, Seite 68
von Silvia Stammen

Vergriffen
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