Die Bühne eine Metapher
Es ist der Start in eine neue Spielzeit, die von größeren Weichenstellungen begleitet wird. Mannheims Generalintendantin Regula Gerber warf aufgrund gesundheitlicher Probleme im Frühjahr das Handtuch. Für das Nationaltheater bedeutet das: Es soll, angelehnt an das Stuttgarter Modell, künftig von gleichberechtigten Spartenleitern inklusive eines Verwaltungschefs geführt werden. Mannheims Schauspielchef Burkhard C. Kosminski wird also nicht nur das Schauspiel, sondern paritätisch das gesamte Theater leiten und nebenbei das Festival «Theater der Welt» im Jahr 2014 vorbereiten.
Das Mannheimer Nationaltheater hat den Zuschlag für die Weltschau der performativen Künste bekommen, und Kosminski wird sich spätestens ab dem nächsten Frühjahr zusammen mit Matthias Lilienthal um das Programm des Großereignisses kümmern müssen.
Zum Saisonauftakt inszenierte er aber erst einmal die deutsche Erstaufführung von Anna Jablonskajas «Heiden« – ein Stück, das Einblick in eine mit sakraler Mystik gesättigte russische Welt gewährt, aber auch die Tragik eines Künstlerlebens in postkommunistischen Staaten kommentiert. Anfang 2011, als Anna Jablonskaja ausgerechnet zu einer Preisverleihung für «Heiden» ...
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Theater heute November 2012
Rubrik: Chronik, Seite 60
von Jürgen Berger
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