Deutsche Szenen

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In diesem Wahljahr, das von sich lange gar nicht wusste, ob es ein solches werden würde, hat sich die darstellende Zunft mit einem Deutschland beschäftigt, das auch nicht immer so genau weiß, was aus ihm werden soll. Liegt ja nahe. Und dass man in Theater oder Kino einiges über das Land erfahren kann, in dem man lebt, ist auch kein schlechtes Zeichen.

Über die zwei Seiten der nationalen Medaille, unseren obersten Seelenhirten, Glaubensprobleme und Globalisierungsfolgen, die neue Lust am sozialen Drama, über Shakespeare und Tschechow als Zeitgenossen und die Kunst des Hin- und Wegsehens auf den folgenden Seiten.

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Theater heute Jahrbuch 2005
Rubrik: Deutsche Szenen, Seite 112
von

Vergriffen
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Männer!

Das Stück «heiß» besitzt eine so eigentümliche und konsequente Konstruktion, dass man sich ihr mit einer Logik von Außerirdischen nähern möchte. Nehmen wir an: Die Außerirdischen könnten das Leben auf der Erde aus einem beliebigen Detail hochrechnen, ohne jede Hintergrundinformation. Sie hätten von unserer Zivilisation ein Photo vorliegen, zwei ungefähr...

In Linz müsste man sein ... in Linz.

Soeben hat sich der feine ältere Herr, der aus dem Kaukasus kommt und dessen türkischen Namen sich vorerst niemand merken kann, in Positur gestellt auf der Gartenbank im kleinen grünen Park des Sankt-Gertrauden-Krankenhauses in Berlin. Und auch die anderen nehmen fremde Haltungen an: Der alte Fritz zum Beispiel spielt – na klar! – den «Alten Fritz», und Carmen im...

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