Der ideale Spielplan
Das ideale Theater hat in meinem Traum folgenden Spielplan:
«Othello» – Regie Peter Zadek, Deutsches Schauspielhaus Hamburg 1976
«Gänge» – Choreografie William Forsythe, Frankfurt 1983
«La tragédie de Carmen» – Regie Peter Brook, Théâtre des Bouffes du Nord 1983
«Die Macht der theaterlichen Torheiten» – Regie Jan Fabre, Troubleyn Theater Amsterdam 1984
«Küsse Bisse Risse» von Elke Lang und Ulrich Waller, Schauspielhaus Wien 1986
«Newtons Casino» von Heiner Goebbels und Michael Simon, TAT Frankfurt 1990
«Adam Geist» von Dea Lohe
r – Regie Andreas Kriegenburg, Staatstheater Hannover 1998
«Isabellas Room» von Jan Lauwers, Needcompany 2004
«Othello» – Regie Stefan Pucher, Schauspielhaus Hamburg 2004
«Hamlet» – Regie Jan Bosse, Schauspielhaus Zürich 2007
«Hinrichs, Prinz von Dänemark – Try out zu Shakespeares Hamlet» von Laurent Chétouane und Fabian Hinrichs, Schauspiel Köln/Sophiensaele Berlin 2007
«Lulu» – Regie Anna Bergmann, Theater Lübeck 2008
«Testament» von She She Pop – HAU/Kampnagel/FFT 2010
«Die (s)panische Fliege» – Regie Herbert Fritsch, Volksbühne Berlin 2011
«Die Kontrakte des Kaufmanns» von Elfriede Jelinek – Regie Nicolas Stemann, Thalia Theater Hamburg 2012
«Moby Dick» – Regie Antú ...
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Theater heute Jahrbuch 2014
Rubrik: Reale Utopien, Seite 152
von Tom Stromberg
Vier Freundinnen, Mitte 20. Im grellen Saallicht trotten sie auf die Bühne. Blicken drein wie frisch verliebt in die Sinnkrise. Wadenlange Blümchenröcke. Blickdichte Strümpfe. Schlabber-Sweater, brutale Hornbrillen, Notfrisuren. Je ein Finger steckt in gut geleerten Wodkaflaschen. Je ein Erkenntnisrausch vernebelt das Gemüt: «Es sagt mir nichts, das sogenannte...
Als mich die Anfrage zu diesem Thema erreichte, erschrak ich zunächst, denn in über 15 Jahren Leitungsverantwortung an nicht idealen Theatern hatte ich nie mehr darüber nachdenken können, was ideal wäre. Sondern immer nur darüber, wie Optimales im
Unidealen zu schaffen sei. Umso neugieriger war ich auf meine eigenen Wünsche. Diese sind seit mehreren...
Man kann viel mehr sehen, wenn man nur genau hinsieht», schreibt David Gieselmann in seiner Komödie «Falscher Hase». Was könnte dem flüchtigen Blick beim zu schnellen Hinschauen denn entgehen? In «Container Paris» zeigt sich auch bei ganz genauer Betrachtung nur eins: das Nichts.
Im Zentrum des neuen Stückes von David Gieselmann steht ein Container. Genauer...
