Der Demokratie-Ballon
Franz Wille Das Thalia Theater hat gewagt, was sich noch kein anderes Theater getraut hat – es hat das Publikum eingeladen, über den nächsten Spielplan abzustimmen: «Vier Inszenierungen im Großen Haus werden vom Publikum vorgeschlagen. Die drei meistgenannten Stücke werden aufgeführt. Versprochen.» Die Auswahl hat kurz vor Weihnachten stattgefunden, dem Theater aber nicht die allerzugewandtesten Pressestimmen beschert.
Die «Süddeutsche Zeitung» schreibt: «In dieser Form wird garantiert nie wieder ein Theater in Deutschland seine Inkompetenz in Sachen Demokratie zur Schau stellen ... Das Ergebnis ist so hilfreich wie ein kongolesischer Diktator.» Die «Neue Zürcher Zeitung» schreibt: «Die Aktion des Thalia Theaters wurde von Anfang an vom Hautgout der Ranschmeißerei an die Generation Facebook begleitet. Und jetzt haben sie den Salat.» Herr Lux, Herr Hegemann, können Sie den Salat erläutern?
Lux Der Salat ist riesengroß und der Aufruhr gewaltig, in den Medien, in der Theaterszene, im Umkreis des Thalia Theaters, im Ensemble. Wir haben diesen Ball nicht wie ein kongolesischer Diktator losgetreten, der die Wahl in eine gewünschte Richtung lenkt, sondern aus drei inhaltlichen ...
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Theater heute Februar 2012
Rubrik: Akteure, Seite 38
von
Andere gehen zum Ausgleich joggen oder schwimmen. Elfriede Jelinek schreibt Komödien um. Es ist schon kurios: Ausgerechnet eine Autorin, deren eigene Stücke mit der konventionellen Dramenform wirklich nichts mehr zu tun haben, unterbricht die Textflächenproduktion immer wieder, um sich mit Dramen konventionellster Bauart zu beschäftigen, den Farcen von Feydeau und...
Irgendwann während der Vorbereitung hat sich die neue Heidelberger Mannschaft wohl überlegt, wer in Heidelberg und Umgebung schon mal daheim war und wen man wieder heimholen könnte. Wenn es so war, kamen sie an einem nicht vorbei: Johann Kresnik, der ab Ende der 1970er Jahre von Heidelberg aus mehr als zehn Jahre sein choreografisches Theater propagierte und nun...
Aalen, Theater der Stadt
11. Eliot, Mary & Max oder Schrumpfende Schafe, wenn es regnet? (U)
R. Katharina Kreuzhage
Altenburg/Gera, TPT
17. Dreßler nach Stöhr, Berlin Calling (U)
R. Pedro Martins Beja
Annaberg, Eduard-von-Winterstein-Theater
12. nach Fallada, Kleiner Mann, was nun?
R. Tamara Korber
Baden-Baden, Theater
16. Ruhbaum, Max
R. Philipp Löhle
Basel, Theater
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