Am Rausch geschult
Anja Hilling ist eine Poetin. Und in Zeiten, in denen dramatische Literatur als unzeitgemäß gilt, sollte man das zunächst einmal unterstreichen. Hillings Dichtkunst bemerkt die Leserin oder der Leser schon, wenn sie oder er nur die Besetzungsanweisungen, Orts- oder Zeitangaben ihrer Stücke liest. Sachte, aber dennoch pointiert und stets entschieden lyrisch umreißt die Autorin schon auf Seite drei eines jeden ihrer Stücke die Handlung samt Charakteren, und ab hier sorgen sich pragmatische Theatermenschen, wie wohl eine Inszenierung dieser Autorin gerecht werden kann.
Anja Hillings Stücke erzählen von Liebe, einer Suche und Sucht nach Gefühlen, der Sehnsucht nach einem bewussten, sinnlichen Leben – das dem Städter ihrer Generation so wichtig wie utopisch scheint. Ihr Ausdruck und ihre Sprache sind unverwechselbar in der deutschen Dramatik. Es ist eine poetische, luftig scheinende Sprache, die an Lieder wie Popsongs erinnert, mal flott, dann wieder unvergänglich wirkt, lapidar und scharf und mitunter gewaltvoll daher kommt. Wie ein Song, ein Schlager manchmal mehr Empathie vermitteln kann als manche philosophische, soziologische Abhandlung, wenn man nur offen und durchlässig genug ist, ...
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Theater heute Jahrbuch 2014
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 179
von Andreas Beck
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in der georgischen Hauptstadt Tiflis leitet, erkundet sein Kiewer «Europagefühl» und erforscht politische Phantasmagorien des Ostens wie des Westens.
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darf sich über einen sehr verdienten zweiten Platz freuen in der vorletzten Saison von Johan Simons, der schon in jungen Jahren geisterhafte Begegnungen mit legendären Münchner Theatergöttern zu bestehen hatte.
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Gorki...
