Was fehlt?

Tanz auf dem Minenfeld. She She Pops «Frühlingsopfer»

Theater heute - Logo

Tanz auf dem Minenfeld
She She Pops «Frühlingsopfer»

Seit ein paar Jahren ist es keine Sensation mehr, dass sich unter den zehn auserwählten Theatertreffen-Inszenierungen ein oder zwei in der Freien Szene wurzelnde Produktionen finden. Dieses Jahr allerdings wurde nur das post-marthalerische Theater des bis vor kurzem noch frei produ­zierenden Regisseurs Thom Luz eingeladen, just als ihn das Schauspiel
Hannover für Judith Schalanskys «Atlas der abgelegenen Inseln» in der Cumberlandschen Galerie engagierte.

Generell war das Interesse der Stadttheater für KünstlerInnen der Freien Szene nie größer, beobachten die tt-Jurys längst auch die freien Produktionshäuser, geben allerdings auch die materiellen Möglichkeiten der festen Häuser freien Theatermachern oft erst den entscheidenden Schub.

Das Performance-Kollektiv She She Pop allerdings schaffte es vor fünf Jahren ganz ohne eine solche Allianz mit der «Lear»-Paraphrase «Testament» zum Berliner Leistungstreffen. Verspielt und humorvoll, vor allem aber glaubwürdig durch die Präsenz der realen Väter, schlugen sie den Bogen von ihren privaten Väter-Töchter-Beziehungen zur universellen Shakespearefrage des Tauschwerts von Liebe und Geld. Vor ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle Theater-heute-Artikel online lesen
  • Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Theater heute Mai 2015
Rubrik: Theatertreffen Berlin, Seite 38
von

Weitere Beiträge
Todestänzer und Drachentöter

Nein, dieser Weg ist nicht das Ziel. Eher das Gegenteil, ein zugiger Durchgangsort, an dem jeder, der hier gestrandet ist, so schnell wie möglich weiter will. Man kann das als handfeste Gesellschaftskritik zum Thema Flüchtlingspolitik verstehen oder auch eher poetisch-prinzipiell. «Camino Real», so der Titel von Tennessee Williams’ surrealer Szenenfolge, ist der...

Zur Stunde Null ausgerechnet Kroetz

Auen und Wiesen, Paddelboote mit bemützten Männern schlagen kleine Wellen in das ruhige Wasser, die «Weiße Flotte» bringt Eltern mit ihren Kindern in frisch gestriche­nen Schiffen an verträumte Orte mit Ausflugslokalen und ganzjährig genutzten Campingplätzen.

Beschaulich, behaglich oder gar betulich sind nicht die üblichen Adjektive für die neue Dramatik, und somit...

Debatte: Das schlafende Tier

Zunächst einmal konnte sich der Gesprächsgegenstand ordentlich auf die Schulter klopfen: Kaum ein Zuschauer, der zur Diskussionsveranstaltung «Die Publikumsmaschine» in der Berliner Akademie der Künste am Hanseatenweg erschienen war, dürfte sich je ein derart spektakuläres Bild von sich selbst gemacht haben, wie es – befragt von der Radiomoderatorin Anja Caspary –...