Wie geht Charme?
Lieber Otto, der Beweis Deines ewigen Daseins ist, dass Du jetzt da bist. Daher tut es mir umso mehr leid, dass ich wegen einer Magenlappalie bei Deiner Trauerfeier abwesend bleibe. Wie gern hätte ich allen Dich verehrenden und liebenden Menschen zugehört und Dir dabei zugeschaut in Deiner – Du wirst es womöglich noch als Geschenk erleben – großen Ruhe.
Ich glaube, die Toten leben lang, und einem Rationalisten würde ich erwidern, wir denken mehr an sie – die Toten –, als wenn sie noch lebten: So erscheinst Du jetzt mehr, als Du je erschienen bist.
Otto, das will was heißen!
Ich hatte das Glück, mit Dir vier Mal zu arbeiten, darunter eine Uraufführung und eine Zweitaufführung von Botho Strauß: «Kalldewey Farce» und «Schlußchor». Ich glaube, bei beiden Stücken hat der Dichter an Dich gedacht – und zu Recht.
Bei «Kalldewey Farce», der ersten Komödie des Zerfalls einer selbstgefälligen Gesellschaft der Siebzigerjahre, überlegtest Du Dir, wie Buster Keaton gewesen wäre, hätte er gesprochen.
Da konntest Du so wunderbar komisch das Opfer dreier Frauen spielen, das kurz vor Stückende noch in die Waschmaschine kommt.
Bei «Schlußchor», dem großen Stück zur Wiedervereinigung Deutschlands, ...
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Theater heute November 2013
Rubrik: Abschiede, Seite 42
von Luc Bondy
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Aachen, Theater
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R. Stefan Rogge
15. Preußler, Die kleine Hexe
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13. Yolcu nach Andersen,
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Hell wird es nie auf Helsingör. Ein feiner Sprühregen senkt sich pausenlos auf das von unten bestrahlte kahle Gestrüpp, das den Herrschaftssitz des Hamlet-Clans einschließt wie die Dornenhecke das Dornröschen-Schloss. Wer den Palast Richtung Garten verlassen will, watet sogleich bis zum Knöchel im Schlamm. Wie in der dänischen Krimiserie «Forbrydelsen»...
