Wir sind die Joschka Fischers des Theaters

Ein Gespräch mit Wolfgang Wiens über 40 Jahre Denken und Planen im deutschen Stadttheater, die Erfindung der Produktionsdramaturgie, über Stückelesen, Marketing, saublöde Spielzeitmotti,das Regietheater und Karrieren aus dem Widerspruchsgeist

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Theater heute Wolfgang Wiens, Sie können auf mehr als 40 Jahre im Theater zurückblicken. 1965 haben Sie angefangen als Regieassistent am Frankfurter Theater am Turm, dann waren Sie dort Dramaturg und Regisseur bis ’69 …

Wolfgang Wiens ... und weiterhin Regieassistent, alles immer in Personalunion, weil das heute legendäre TAT damals nichts anderes war als die Landesbühne Rhein-Main, vom Status her so etwas wie Memmingen oder Verden an der Aller, übrigens auch von der künstlerischen Qualität.

Mit dem einzigen Unterschied, dass sie eben in Frankfurt, im Volksbildungsheim, beheimatet war. Auch wir haben zunächst mehr Abstecher gefahren als in Frankfurt gespielt. Das TAT haben wir, angeführt von Claus Peymann, erst erfunden, mit Unterstützung der Frankfurter Zeitungen. Denn in Memmingen oder Verden hätte das wohl nicht passieren können. Da gabs keine «Neue Presse», keine «Frankfurter Rundschau» und keine «FAZ». Und das andere, was dem TAT schnell aus der Anonymität heraushalf, war die Experimenta. Wir bekamen sofort überregionale Beachtung, weil wir als erstes den «Schwarzen Schwan» von Martin Walser gemacht haben. Als nächstes, und das war bezeichnend, haben wir vormittags auf der ...

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Theater heute Dezember 2006
Rubrik: Das Gespräch, Seite 4
von Barbara Burckhardt, Franz Wille

Vergriffen
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