Was passierte am Hauptbahnhof?
Treffpunkt Münchner Hauptbahnhof, 16 Uhr am Haupteingang. Stattfinden soll hier in Kürze das Happening «Hello/ Goodbye» von Allan Kaprow aus dem Jahr 1978, reanimiert von Studenten der Theaterwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität als posthume Geisterbeschwörung beziehungsweise, wie man das heute nennt, als «Re-enactment» – eine Technik die sich als detailgetreue Wiedergabe auf Schlachten, Kriminalfälle und andere historisch relevante Ereignisse anwenden lässt.
Warum also nicht auf Happenings? Oder ist die geplante Wiederholung einer Aktion, die sich in ihrem Wesen auf Unmittelbarkeit und Vergänglichkeit beruft, ein unauflösliches Paradox?
Seit dem Sommersemester bewegt sich die eigens zu diesem Zweck gegründete Gruppe «OKA» (die Abkürzung lässt sich je nach Bedarf ergänzen), hervorgegangen aus dem Performance-Seminar des Münchner Theaterwissenschaftlers Jörg von Brincken, auf den Spuren des im April 2006 verstorbenen Meisters der Aktionskunst und hat bereits ein halbes Dutzend Happenings recycelt, darunter so sanfte Selbsterfahrungstrips wie «Easy», die sich problemlos in einen Spaziergang an der Isar integrieren lassen. Die Zen-meditative Anweisung dazu aus dem Jahr ...
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Du bist unwiderstehlich und kannst jedes Spiel gewinnen.» Der Satz steht nicht nur in den Glückskeksen der überzeugten Singles Jana und Tom, was die beiden WG-Partner in Katharina Schmidts Zeitgeist-Stück «Maxi-Singles» zu einem geradezu irrwitzigen Wettstreit in Sachen One-Night- (besser: One-Hour-)Stands anstachelt. Der Satz schien bislang auch über der Karriere...
Leise soll das Publikum sein, sich nicht mehr unterhalten, sobald es die große Halle im Zürcher Schiffbau betreten hat. Helfer an der Tür schleusen immer nur zwei oder drei Besucher gleichzeitig durch einen kleinen Zwischenraum ins Theater. Hinter den Pforten liegt, doppelt abgeschirmt, ein fremder, geheimnisvoller Ort, der seine Regeln zunächst nicht preisgibt....
Ibsen groß und Ibsen klein; Ibsen oben und Ibsen unten; Ibsen fern und Ibsen nah; Ibsen light und Ibsen schwer – im Würzburger Mainfranken Theater kann man zu Beginn der neuen Spielzeit nach Bedarf ein wenig aus dem Dramenkatalog des norwegischen Dramatikers wählen: «Peer Gynt» und «Nora» hat das Theater gleichzeitig auf dem Spielplan, ein Kraftakt für ein Haus...
