der herzerlfresser
fassung
mange ton dasein!
lacan
tatsächlich gibt es nichts, was auf so unerträgliche art und weise unbrauchbar und überflüssig wäre wie das organ, das herz genannt wird, dieses schmutzigste aller mittel, das die wesen erfinden konnten, um leben in mich zu pumpen.
artaud
per medulam cordis mei,
peccatoris atque rei,
tuus amor transferatur,
quo cor tuum rapiatur
languens amoris vulnere.
buxtehude
personen:
gangsterer andi, 34.
acker rudi, 46.
fauna florentina, 22.
pfeil herbert, 28.
fußpflege irene, 34.
die kundenschaft, eine vielheit unterschiedlichen alters, in sehnlichster erwartung eines neuen einkaufstempels.
pausen:
/ ein herzschlag
// zwei herzschlag
/// drei herzschlag
dark was the night (and cold was the ground)
florentina und der gangsterer rauchen einen süßen tschick am nächtlich verlassenen gewerbepark.
florentina es lebt sich ziemlich unbeschwert unter den bonobos.
/
gangsterer wie kommst jetzt da drauf?
florentina konflikte, gibts bei denen nicht.
gangsterer sag bloß.
florentina bei denen gibts nur liebe.
gangsterer wie soll das gehn?
florentina wenn sich zwei bonobos ums selbe mädchen streiten. dann schlafen die zuerst mal ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Theater heute Januar 2016
Rubrik: Stück, Seite 99
von Ferdinand Shcmalz
Die Thailänderin Jen kniet mit ihrem amerikanischen Ehemann vor dem buddhistischen Schrein der zwei Göttinnen und bringt kleine Figurinen als Opfergaben dar: einen Geparden für ihr krankes Bein, einen Gibbon-Affen für starke Glieder und einen Tiger für die Kraft ihres neuen Sohnes Itt. «Wir haben einen neuen Sohn?», fragt ihr Ehemann verwundert. «Er ist ein guter...
Wer als Kind mal ein Filmstudio besichtigt hat, erinnert sich an das große Staunen vor dem ersten Blue- oder Greenscreen: Der Wettermann, wahlweise King Kong, steht nicht etwa vor der Wetterkarte oder in New York, sondern schlicht vor einer monochromen Wand – der Rest ist Technik. Der Regisseur Amir Reza Koohestani holt diesen nicht ganz taufrischen Wow-Effekt nun...
«Bondy hat sich etwas Jungenhaftes bewahrt.
Er ist wie ein ewiger Student.
Und er nimmt sich selbst nicht ernst.»
Michel Piccoli
Im luxuriösen, zugleich etwas hermetischen bundesrepublikanischen Theaterbetrieb der Achtziger gab es unter Eingeweihten und solchen, die dazugehören wollten, die Attitüde, sehr gängige Vornamen mit dem bestimmten Artikel zu versehen: der...
