Die großen und die einfachen Fragen

Von Hinterösterreich über Chongqing ins Welttheater: Neue Stücke von Maria Milisavljevic, Johannes Schrettle, Thomas Arzt, Ulrike Syha und Martin Heckmanns

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Eigentlich ist alles ganz einfach: Karla verschwindet, als sie noch etwas Käse für die Pizza kaufen geht. Wochen später stellt sich heraus, dass sie tot ist, eingebrochen und ertrunken im vereisten Fluss. Ob Unfall, Selbstmord oder Mord, bleibt offen. Ein paar sehr ungefähre Motive liegen auch herum, wie sich so langsam herausstellt. Die Dreiecksbeziehung in der Wohngemeinschaft zwischen Karla, ihrem Freund Vlado und dessen (Ex?-)Freundin war vielleicht nicht ganz so offen und freundschaftlich wie behauptet. Im Hintergrund west auch noch deren Schwester.

Hinzu kommt ein Kapitel Migrationshintergrund: Der Freund und das Geschwisterpaar stammen aus Ex-Jugoslawien und fahren gern dorthin zurück, um die Großeltern am Meer zu besuchen. Das muss aber nichts bedeuten, vielleicht war alles nur ein dummer Zufall oder eine ganze Kette davon.

Mehr geschieht nicht in Maria Milisavljevics «Brandung», doch die Rätsel werden gründlich umkreist. Allein die Familienverhältnisse brauchen mindestens eine Stunde bis zur Entflechtung, die auch keine letzte Gewissheit bringt. Hauptverursacher für den Mystery-Schleier ist die Erzähltechnik der Autorin, die mit drei Figuren operiert – Ich, Sie und Er –, ...

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Theater heute Februar 2014
Rubrik: Aufführungen, Seite 21
von Franz Wille

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