Breit machen in der Gesellschaft!

Für Aleksandar Radenkovic ist die Utopie fast schon Wirklichkeit: am Gorki Theater

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Neulich war ich für ein Projekt auf dem Balkan, bestellte bei einem Barkeeper ein Bier, bis er mich fragte, was ich so mache? Ich sagte, ich bin Schauspieler, nein nein, was ich tue, um meinen Lebensunterhalt zu verdienen; und mit dem Bier schob er mir mein Trinkgeld zurück. Als ich in Thailand dieselbe Frage gestellt bekam, war ich schon gar nicht mehr verwundert, dass das Wort «Theater» nur ratloses Schulterzucken hervorrief. Selbst Shakespeare half hier nicht. Und nein, «Movie Star» bin ich nicht.

Mit Finanzierungsplänen, Kulturbudgets, Machbarkeitsstatistiken und Zuschauerzahlen kenne ich mich nicht aus. In Mathe war ich immer eine Null.

Das Gorki ist kein «Nicht-Ort», das jedenfalls ist die Definition von «Utopie» laut
Wikipedia. Ein Wunschtraum? Ja! Ein real gelebter, selbst geschaffener. Shermin Langhoff sagte mal, wir haben die Größe eines Clans. 150 Männer und Frauen. Wir sind ein Stamm.
Ja, lachen Sie nur, lachen Sie kräftig und schütteln den Kopf. Die vom Gorki mit ihrer Ausländerromantik.

Ich habe in den letzten zehn Jahren fest an vier Häusern gespielt, und immer ging es irgendwie um ein Ergebnis in den Arbeiten. Für die Kritiker, für die Zuschauer. Auch für einen ...

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Theater heute Jahrbuch 2014
Rubrik: Reale Utopien, Seite 6
von Aleksandar Radenkovic

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