Der Schnitt kann warten
Stars, Größen und Herren eines gewissen Alters bevölkern diesen Londoner Theaterfrühling. An Kevin Spaceys Old Vic Theatre inszeniert Filmveteran Robert Altman Arthur Millers vorletztes Stück «Resurrection Blues» mit Matthew Modine und Maximilian Schell. Ein paar Straßen weiter spielt am Donmar Warehouse Theatre Ian McKellen – Gandalf aus dem «Herrn der Ringe» und auch kein junger Hüpfer mehr – die Hauptrolle in Mark Ravenhills neuem Werk «The Cut». Dessen »Citizenship» läuft gerade im Tandem mit Enda Walshs «Chatroom» am National Theatre.
Peter Stein hat seinen ersten West End Auftritt mit David Harrowers «Blackbird» – und das Royal Court zeigt elf Jahre nach seinem «Mojo»-Debüt das dritte Stück des vielleicht ein wenig gereiften Soho-Rebellen Jez Butterworth, «Winterling».
Pappmaché in Starbesetzung: Robert Altman inszeniert Arthur Miller
Hochkarätigeres hatte London lange nicht mehr auf der Bühne: Robert Altman legt Regiehand an die britische Erstaufführung von Arthur Millers Spätwerk «Resurrection Blues», in der Besetzung die aus Hollywood importierten Altman-Schauspieler Matthew Modine («Short Cuts») und Neve Campbell («Company»), Brit-Star James Fox – und Maximilian ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Bürgermeister Kruschkatz hat reiche Erfahrungen mit der historischen Wahrheit. Er hat sein Amt in Guldenberg, Christoph Heins DDR-Paradeprovinznest, 19 Jahre lang versehen, länger als jeder seiner Vorgänger und zur besten Aufbauzeit: von 1957 bis 1976. Er hat darüber seine Frau verloren, erst an seinen Widersacher Horn, dann an den Krebs, und er hat die deutschen...
Tom Peuckert beansprucht gern durch Titel und Personal seiner Dramen Aufmerksamkeit, so auch mit seinem neuen Stück: «2009», ein Vierteljahrhundert nach «1984» – Vorsicht, Überwachungsstaat! Neben einem Präsidenten (Achtung, Staatsmacht!) treten mit Antigone, Hamlet und Raskolnikov gleich drei Veteranen der literarischen Schuld- und Sühnegeschichtsschreibung auf....
Wusch. Die durch mindestens drei elektronische Fleischwölfe gejagte Version des Bee-Gee-Klassikers «Stayin’ alive» bläst dem Publikum fett ins Gesicht. Sie lässt die Bambusverkleidung der Bar erzittern, die Barbara Ehnes für «Die Vaterlosen» (nach Tschechows «Platonow») auf der Berliner Volksbühne errichtet hat, und sie fährt in die Glieder der urkomisch tanzenden...
