Freie Fahrt ins Glück

In der ersten Februarhälfte veröffentlicht die Theatertreffenjury ihre Auswahl der zehn «bemerkenswertesten Inszenierungen» – nach entbehrungsreichen Monaten der furchtlosen Suche. Letzte Seufzer einer Betroffenen

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Die Dramaturgie ist von klassischer Schönheit: Auf eine gemütliche Introduktion (Einführung der Protagonisten, Ensemblebildung, Problemexposition) folgen sukzessive Zuspitzung, ers­te Konflikte, Beschleunigung des Tempos bis zum Crescendo, Peripetie, schließlich Showdown und Resultat. Danach die Kritik.



Das Stück heißt: «Zehn Mal bemerkenswert!» Die Protago­nis­ten, sieben an der Zahl, repräsentieren die geografische Verteilung der deutschsprachigen Bevölkerung, ansatzweise auch die geschlechtliche (wie bei allen bedeutenden Fragen im richtigen Leben und im Theater überwiegen die Männer). Sie fallen unter den Sammelbegriff «Theaterkritiker», als Ensemble nennen sie sich: «Theatertreffenjury». Das Problem: Sie sind verschieden und müssen unter einen Hut, der heißt «Theatertreffen» und ist die traditionsreiche Veranstaltung, die seit 42 Jahren jeden Mai in Berlin stattfindet. Auch die Aufgabenstellung ist klassisch, nämlich unlösbar, also tragisch: Aus dem Angebot von rund 160 Stadttheatern in Deutschland, Österreich und der Schweiz, möglichst unter Berücksichtigung sämtlicher freier Gruppen, das «Bemerkenswerteste» herauszufischen. Scheitern als Chance.

Kein Einheitsbühnenbild, ...

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Theater heute Februar 2006
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Barbara Burckhardt

Vergriffen
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