Eine moralische Anstalt

die trotzdem Spaß macht: Die Schweizer Formation Far A Day Cage will die Welt verbessern, aber dabei das Spielen nicht vergessen

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Wer je in einem Flugzeug saß, das vom Blitz getroffen wurde, weiß, wie es knallt. Ein Faraday-Käfig ist eine geschlossene Hülle, in der man sich unversehrt durch Gewitter und Blitz bewegen kann. Das ist eine schöne Namensmetapher für Künstler, die sich am liebsten in den Hauptelektrizitätsfeldern der Gegenwart aufhalten. «Far A Day Cage will nicht moralisch sein, aber trotzdem die Welt verbessern», deklariert die Truppe, merkbar unter Eigenspannung, und: «Far A Day Cage ist kritisch, aber auch selbstkritisch, ironisch und lacht oft über sich selbst. Far A Day Cage ist Kunst.

Far A Day Cage ist Business. Far A Day Cage ist Familie.»

 

Vom «Oneweekstand» zu «MyState»

Far a day, auseinander buchstabiert, weist allerdings auch weiter, nämlich in die fernen Tage der Utopie; und John Cage war jener Komponist, der wie kein zweiter dem Zufall seinen Platz in der Kunst angewiesen hat. Nicht wenig an Physik, Ästhetik und Methodik also, was sich die Truppe um Regisseur Tomas Schweigen aufs Banner geschrieben hat. An der Zürcher Hochschule der Künste fanden sie sich, seit 2004 haben sie sich, ausgehend vom Theaterhaus Gessnerallee und mit Auftritten bei den einschlägigen Festivals, vom ...

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Theater heute Juni 2010
Rubrik: Freie Szene, Seite 10
von Andreas Klaeui

Vergriffen
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