Der Tod ist ein Irrtum
Der Tod ist eine blöde Sau», sagt die mittlere Schwester in Henriette Dushes
«lupus in fabula». Doch die «blöde Sau» wird jeden ereilen, manchmal viel zu früh, oft spät am Ende eines langen Lebens. Die drei Schwestern in «lupus in fabula» trifft das Sterben des Vaters unvorbereitet in der Mitte ihres eigenen Lebens. Erst kommt der nahende Tod viel zu schnell, dann dauert das Sterben unerträglich lang, und am Ende wird es viel zu schnell gegangen sein.
Doch da er so oder so nicht wirklich auszuhalten ist, dieser Zwischenzustand, verarbeiten die drei Schwestern ihre eigene Gegenwart miteinander und aneinander vorbeiredend am Sterbebett des Kranken.
Die jüngste Tochter tröstet sich, selbst untröstlich in einer Lebenskrise gefangen, mit der Erkenntnis, dass «es jeden treffen wird», einschließlich sie selbst. Sie meint nicht den Tod, sondern die Tatsache, vom Geliebten betrogen worden zu sein. Die mittlere Tochter, gerade von der Geburt des ersten Kindes überwältigt, fabuliert sich in
eine eigene Kunstwelt, auf der Suche nach einer geeigneten Bühne, einer richtigen Jahreszeit, den passenden Fabeltieren. Sie fordert: «Ich brauche eine Form.» Die Älteste hat für die Betreuung des ...
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Theater heute Jahrbuch 2013
Rubrik: Neue Stücke der neuen Spielzeit, Seite 168
von Iris Laufenberg
Dass Giorgio Agamben oder Walter Benjamin sich je über eine Kritik der Gewalt oder das Wesen des Politischen in ihrem speziellen Verhältnis zur Butter ausgelassen hätten, diesem Gedanken würde man nicht eine Sekunde Lebenszeit schenken. Doch der Autor Ferdinand Schmalz behauptet genau das. Ganz ohne Berührungsangst stellt er seinem Text zwei Zitate dieser Denker...
Sie ist noch nicht lange zurück aus Istanbul. Und sie sprudelt. Vor Empörung, vor Begeisterung. «Magie, reine Magie» hat sie vier Tage lang im Gezi-Park und am Taksim-Platz erlebt, und sie war dabei, mittendrin. Marianna Salzmann hatte gerade die SMS aus Mülheim bekommen, dass sie für «Muttersprache Mameloschn» den Publikumspreis der Mülheimer Stücke gewonnen...
Meine Damen und Herren, guten Morgen.
Zuallererst möchte ich mich bei Peter von Becker, Peter Böhme und Torsten Maß dafür bedanken, dass sie der Meinung waren, ich könne etwas auf der Bühne beurteilen. Und wie Dante Virgil möchte ich den Herren für ihre kenntnisreiche Begleitung und liebevolle Betreuung danken, auch wenn wir nicht gemeinsam durch Hölle, Fegefeuer...
