Zwei kurze Stücke über die Liebe
Der russische Autor und Theatermacher Iwan Wyrypajew hat bisher unter anderem die poetische Textperformance «Sauerstoff» oder den trockenen Massenmördermonolog «Juli» vorgelegt. Sein Stück «Illusionen» wurde 2011 auf Deutsch in Chemnitz uraufgeführt, die Figuren haben englische Vornamen, und die Form des Stücks ist sichtlich von Erzähltheaterformaten à la Forced Entertainment inspiriert.
Vier Schauspieler – zwei Frauen, zwei Männer – erzählen die Geschichte von zwei befreundeten Ehepaaren: Danny und Sandra, Albert und Margret.
Sie alle sind weit über 80 und müssen am Ende ihres langen Lebens feststellen, dass ihr Liebesglück womöglich eine Illusion war. Das Spiel beginnt damit, dass Danny sich auf dem Sterbebett bei seiner Frau Sandra ausführlich für 52 erfüllte Jahre an ihrer Seite bedankt. Als ein Jahr später dann Sandra im Sterben liegt, beichtet sie Albert, insgeheim immer nur ihn geliebt zu haben. Albert entdeckt seinerseits seine Liebe zu Sandra und erklärt Margret, dass er eigentlich die Falsche geheiratet habe. Worauf Margret ihm eröffnet, jahrzehntelang ein Verhältnis mit Danny gehabt zu haben.
Wäre das alles, könnte man «Illusionen» als eine Art «Reigen» unter Senioren ...
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Theater heute Juni 2013
Rubrik: Chronik, Seite 61
von Wolfgang Kralicek
In Andrej Tarkowskis grandiosem (und grandios kryptischem) Film «Stalker» von 1979 erkunden drei Männer einen «Raum der Wünsche», der irgendwo in einer verbotenen, womöglich kontaminierten Zone liegt; die Männer finden diesen seltsamen, unscheinbaren Raum, aber sie nehmen ihn nicht wirklich in Besitz. Ein Stalker ist zunächst nicht ein Mann, der eine Frau belästigt...
5./Mittwoch
0.40, arte: Doctor Fabre Will Cure You Dokumentation (2012) über den
Maler, Regisseur und Choreographen Jan Fabre von Pierre Coulibeuf
6./Donnerstag
23.15, ARD: Transpapa Spielfilm (2012) Buch und Regie Sarah Judith Mettke, mit Devid Striesow, Luisa Sappelt, Sandra Borgmann, Fritzi Haberlandt, Horst Sachtleben u.a.
7./Freitag
22.35, arte: Die Frau von...
Aids, Cholera, Zerstörung der Townships durch das Mugabe-Regime, Gewalt im Vorfeld der Präsidentschaftswahlen, Lebensmittelknappheit, Vertreibung weißer Farmer und Hyperinflation. So sieht das Bild aus, das die Medien seit der Jahrtausendwende von Zimbabwe, dem einstigen Hoffnungsträger Afrikas zeichnen, als dessen Kornkammer und demokratisches Vorbild der...
