Will? Muss!
«In den hübschen villages
mit den gesunden inhabitants
in ihren schönen houses
sind sie alle happy.
Und erst recht am Zürisee,
da herrscht prosperity,
kaum Soldaten on the streets
nur hübsche ladies.»
So unwirklich gesund, schön und happy, wie Woyzeck-Kumpel Andres in Stefan Puchers Büchner-Inszenierung im Zürcher Schiffbau die Stadt bedenglisht, in der sein Schöpfer Georg Büchner 1837 starb und begraben liegt, erscheint Zürich dem Besucher von auswärts bis heute.
Auch dem britischen Fotografen Martin Parr, der normalerweise rund um die Welt seinen spöttischen Kamerablick auf die Skurrilitäten der eher weniger betuchten Mittelschicht richtet. Im Zürcher Museum für Gestaltung zeigt er beim «Thinking of Switzerland» genau das: Pelze, Polo, Opernball, Goldbarren, fette Würste und fette, fette Uhren – das Alltagsgesicht des Wohlstands, das selbstgewiss in die Kamera blickt. Was dahinter liegt, geht keinen was an.
Einen Schweiz-Schwerpunkt hat man sich für die kommende Spielzeit auch am Schauspielhaus Zürich vorgenommen, Dürrenmatt, Frisch, Robert Walser sollen wieder zu ihrem Recht kommen und helfen, die Frage zu beantworten: Was ist das wohl, die Schweiz, außer Gold, Geld, ...
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Theater heute November 2013
Rubrik: Aufführungen, Seite 12
von Barbara Burckhardt
Eine Woche lang trafen sich im Februar 1945 die drei Siegermächte, vertreten durch Roosevelt, Churchill und Stalin, im idyllischen Badeort Jalta an der Krim und teilten die Nachkriegswelt unter sich auf. Nebenbei beschlossen sie noch einen Angriffskrieg auf Japan sowie die Bombardierung Dresdens.
Mag es am Schwarzen Meer noch so sonnig gewesen sein, im Düsseldorfer...
Er war nicht mal siebzehn Jahre alt, als er in seiner rumänischen Heimatstadt Botosani im September 1981 mit Kreide einen Aufruf an die Mauer des Kulturhauses schrieb: «Bürger, es geht um Recht und Freiheit in unserer Gesellschaft.» Die Securitate nahm 40.000 Schriftproben, um Mugur Calinescu zu ermitteln. Zwei Jahre später erkrankte er an Leukämie, und dafür...
Theater kann man nicht losgelöst von seinem Ort machen», erklärt Piotr Kruszczynski und lehnt sich auf seinem rustikalen Holzstuhl zurück. Seit September 2011 leitet der 46-Jährige das Teatr Nowy in Poznan, ein traditionsbewusstes Haus, mit großem Freundeskreis im älteren und ökonomisch gut situierten Bürgertum. Die Auslastungs–zahlen sind traditionell gut, das...
