Weg aus der Logik des Schicksals
Das ist der ideale Ausgangspunkt für den amerikanischen Filmemacher Wes Anderson, der Anachronismus und nutzloses Wissen zu einem wichtigen Stilprinzip entwickelt hat. In «The Darjeeling Limited» erzählt er von drei amerikanischen Brüdern, die sich in Indien treffen, um eine Zugreise zu unternehmen. Von Francis Whitman (Owen Wilson) ging die Initiative aus, Jack (Jason Schwartzman) und Peter (Adrien Brody) sind seinem Aufruf gefolgt. Was sie eint, ist ein vages Leiden an der Welt. Sie wissen nicht so recht, was sie mit sich (und einander) anfangen sollen.
Jack hatte sich zuvor lange in einem Luxushotel in Paris verkrochen, Peter hat eine schwangere Frau zurückgelassen, und Francis ist von einem Unfall noch so versehrt, dass er die meiste Zeit mit bandagiertem Gesicht herumläuft.
Der «Darjeeling Limited» ist ein Zug, der in die berühmte gleichnamige indische Gegend fährt, quer über trockenes Land und durch kleine Dörfer, in denen die drei Brüder mit ihrem umfangreichen Gepäck (Louis-Vuitton-Taschen mit eigens entworfenen Safari-Motiven) auffallen wie bunte Hunde. Das Motiv der seltsamen Expedition liegt in der Familiengeschichte: Die Brüder Whitman mussten zu früh erwachsen ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von Theater heute? Loggen Sie sich hier ein
- Alle Theater-heute-Artikel online lesen
- Zugang zur Theater-heute-App und zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von Theater heute
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Am Frankfurter Schauspiel gibt es Sprechtheater, Gesangsabende, Performance-Projekte und Installationen, gelegentlich Skandale und manchmal auch Kongresse. Um allerdings ein Ereignis zu erleben, muss man ganz genau in den Spielplan schauen und eine der wenigen Produktionen finden, in denen Friederike Kammer mitspielt. Aber Vorsicht, die Schauspielerin ist ein...
Die Ausstellung in der Londoner Tate Modern mit dem Titel «The World as a Stage», die über Objekte und Installationen von 16 internationalen Künstlern die Beziehung zwischen Bildender Kunst und Theater erforschen will, weckt erst einmal einige Erwartungen: auf eine konzentrierte Auseinandersetzung mit Theater, vielleicht auch auf Lebendigkeit.
Falls man jedoch die...
Ihr neues Layout, sehr geehrte Redaktion, verliert meiner Ansicht nach gegenüber dem bisherigen. Getreue Leser, besonders so langjährige Leser und Sammler wie ich (mit einem Abonnement von «Theater heute» seit den 60er Jahren) mögen keine Veränderungen einer Zeitschrift, die sie lieben – eben weil sie so ist, wie sie ist. Mein genauer Vergleich vorher/ nachher...
