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Theater heute August/September 2011
Rubrik: , Seite 88
von
Liebes Theater heute,
vielen Dank für Ihren etwas melodramatischen Expeditionsbericht aus dem dunklen Maschinenraum der deutschen Theaterlandschaft im letzten Heft.
Soeben bin ich dem BLB-Bus entstiegen, habe keine 5 Zäpfle intus, kein trauriges Fern-Beziehungs-Gespräch im Herzkreuz. Ich suche nicht von der Kargheit meiner Landesbühnenexistenz gebeutelt auf...
Irgendwas kommt in meinen Stücken immer beredt zum Ausdruck, aber wer beredet da was und wie? In meiner «Winterreise» wird vor dieser Sprechenden hier die Landschaft vorbeigezogen. Eine spricht im Stillstand. Aufgrund einer Angst-Erkrankung bin ich nicht imstande, diesen Preis, über den ich mich sehr freue, persönlich entgegenzunehmen, und leider – das beschreibe...
Vor 35 Jahren verfasste ein Tübinger Umweltaktivist leidenschaftliche Briefe an den Bundeskanzler. Er schreibt gegen das «Welt-Nuklearkartell» an, gegen den Raubbau an der Natur. Der Bundeskanzler hat keine Zeit zum Briefelesen, sein Problem gärt nicht auf Müllkippen, sondern unter dem Emblem der RAF. Der urgrüne Rebell reagiert mit Hungerstreik. Als er unter den...
