Nachrichten aus dem Maschinenraum

Die Provinz ist anders, als das Galadeck denkt – ein Leserbrief

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Liebes Theater heute,

vielen Dank für Ihren etwas melodramatischen Expeditionsbericht aus dem dunklen Maschinenraum der deutschen Theaterlandschaft im letzten Heft.
Soeben bin ich dem BLB-Bus entstiegen, habe keine 5 Zäpfle intus, kein trauriges Fern-Beziehungs-Gespräch im Herzkreuz. Ich suche nicht von der Kargheit meiner Landesbühnenexistenz gebeutelt auf Bruchsaler Feldwegen torkelnd mein Feldbett. Seltsamerweise befinde ich mich nicht in einer trist-traurigen Lage.

Also was ist mit mir los? Bin ich am Ende gar nicht in Bruchsal engagiert?

Oder fühle ich mich als Ensemblemitglied der Landesbühne Bruchsal durch Ihren Artikel falsch dargestellt? Kommt Ihr Erfahrungsbericht vielleicht von sehr weit oben?
Ich trau mich jetzt mal. Ich habe Spaß am Beruf. Im Ernst. Mitten in Bruchsal. Vieles von Ihnen Geschriebene ist nah an den Tatsachen, Arbeitsbedingungen getroffen, und ja, die Chancen, von irgendwem gesehen zu werden, sind übel. Alles richtig. Doch Suggestiv-Anekdötchen über den existenziellen Unterschied zwischen traurigem Busbier und Avantgardebrause in den hellen Theaterkantinen der wachen Städte bringen keine Erkenntnisse über den qualitativen Unterschied zwischen Stadt- oder ...

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Theater heute August/September 2011
Rubrik: Foyer, Seite 1
von Markus Hennes

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