Vom Stand der Kunst

Die Vorauswahl zum Hörspielpreis der Kriegsblinden

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Am 12. Juni wird in Köln der 61. Preisträger des renommiertesten deutschen Hörspielpreises ausgezeichnet. Damit es bis zum Schluss spannend bleibt, gibt es erstmals eine Endrunde mit drei Nominierungen aus einem beachtlich starken Jahrgang von 22 Stücken im Wettbewerb.

Darunter Alexander Kluges Katastrophen-Großessay «Die Pranke der Natur» (Bayerischer Rundfunk), Oliver Sturms Berliner Religions–recherche «Gnosis oder Die Moabiter» (Hessischer Rundfunk) sowie der auch im Theater aufgeführte Randzonenreport «Angst und Abscheu in der BRD» (WDR) von Dirk Laucke, alle drei hochinteressante Hörstücke an der Grenze zum Feature und mit einem ausgesprochenen Verlangen nach aktueller Zeitgeschichte.

In die Endrunde wurden jedoch drei andere Hörspiele votiert, die verschiedener nicht sein könnten und gleichwohl in ihrer Entstehung vom Stand dieser Kunst künden. Jan Georg Schüttes «Altersglühen oder Speed Dating für Senioren» (NDR) führt zehn Singles der höheren Jahrgänge in einem Hamburger Café zur Kontaktanbahnung zusammen. Schütte, der selbst den Moderator spielt, hat für die von ihm gelenkte Improvisation ein großartiges Ensemble um Christoph Bantzer, Nicole Heesters und Peter Striebeck ...

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Theater heute Juni 2012
Rubrik: Magazin: Hörspiel, Seite 69
von Thomas Irmer

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