Thalia des Jahres: Selbstlob

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Wie soll man erklären, warum das Hamburger Thalia Theater, nachdem es schon das Berliner Theatertreffen dominierte, schon wieder Theater des Jahres wurde? Am besten zerbricht man sich nicht weiter den Kopf, sondern fragt die Macher selbst: die Schauspieler Judith Hofmann und Helmut Mooshammer, die Chefdramaturgin Sonja Anders und Regisseur Andreas Kriegenburg. – Danach ist das Geheimnis des Erfolgs, wenn nicht gelüftet, so doch gut umzingelt.

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Theater heute Jahrbuch 2007
Rubrik: Thalia des Jahres: Selbstlob, Seite 42
von

Vergriffen
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Papier ist umsonst, Tapetenkleister kostet einen Euro

Das ist das? Ist dick, rollt, wackelt und wippt, tanzt plötzlich zierlich und graziös? Das ist der Bruder von den drei Schwestern.
 

Was ist das? Hängt kopfüber in fünf Seilen und schaukelt und ist schwarz? Die Töchter von Bernarda Alba.
 

Wie kann das sein? Ein grünes Kleid, das blutet, das Blut auswäscht, bis es hautfarben am Körper klebt, aussieht wie nackt?
 

Wer...

Die Pein der Puppe

Alle sind sprachlos, bis auf eine. Der erste Akt gehört ihr, Olga, der ältesten der «Drei Schwestern», der Ordnungsmacht. Annette Paulmann macht sich die Stimmen der anderen zu eigen, geht mit deren Texten fremd, begeht Mundraub an Mascha und Irina, kauft dem Offizierscorps, das im elternlosen Haus Prosorow verkehrt, den verbalen Schneid ab. Einst Jürgen Flimms...

Kategorie Mittelstand

Zum Schluss plant einer sein Verschwinden. Er wird keine Spuren hinterlassen, keine Geschichte schreiben, sich unsichtbar machen. Niemand wird ihn vermissen, niemand wird nach ihm fragen, da er längst ausgeschieden ist aus dem System, das die Gesellschaft zusammenhält, aus den wirtschaftlichen und sozialen Zusam­menhängen, die sie definieren.

Natürlich kennen wir...