Stichwort Flexible Plankostenrechnung
Franz Wille Sie haben lange Zeit als Produzent im Freien Theater gearbeitet, Inszenierungen von der Finanzierung bis zur Premiere begleitet und ermöglicht. Seit dieser Spielzeit sind Sie Geschäftsführender Direktor des Maxim Gorki Theaters, eines der fünf großen Berliner Schauspielhäuser. Wenn man von den kleinen wendigen Schnellbooten auf einen mittelgroßen Tanker umsteigt, wie sind die Erfahrungen?
Klaus Dörr Vor meiner freien Tätigkeit hatte ich schon zweieinhalb Jahre am Berliner Ensemble gearbeitet, kannte also den Ensemble- und Repertoirebetrieb.
Das BE ist zwar als GmbH anders verfasst, aber die Grundstrukturen sind die gleichen, es ist öffentlich finanziert, und die hausinterne Organisation ist vom Prinzip vergleichbar. Außerdem kannte ich das Gorki seit fünf Jahren, weil ich eine freie Produktion und eine dreimonatige Reihe in Koproduktion hier betreut habe. Aber klar ist es eine Umstellung. Das Haus hat mich dabei positiv überrascht – in allen Bereichen, ob in den Werkstätten, der Technik oder der Verwaltung. Es ist ein Hochleistungsbetrieb, der jeden Tag eine andere Vorstellung zeigt und in der Spielzeit über 40 größere Produktion herausgebracht hat. Die Vermutung, die ...
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Absurd natürlich, von einem Stück zu erzählen von dem es bislang nur den Plot gibt und den Stückbeginn: «frau bosch,/ die ware,/wäre da/Sollen wir,/damit/ums Haus,/zum Keller,/in den Wäscheraum,/stellt doch hier ab, was ihr habt, in den Schatten, unters Dach, auf den Fußabstreifer, wo es trockenbleibt./Fang,/am,/An,/fang,/fang, /fang,an.» Hier ist sie wieder, die...
Auf der dänischen Insel Hven kann man eines der ältesten europäischen Observatorien besichtigen. Dort hatte der dänische Astronom Tycho Brahe (1546–1601) mit großzügiger finanzieller Unterstützung seines Königs über zwei Jahrzehnt astronomische Beobachtungen durchgeführt und mit seiner systematischen Himmelsforschung den Grundstein für das heliozentrische Weltbild...
Die Schauspieler, die in diesem Jahr ganz vorne auch in der Gunst unserer Kritiker lagen, wissen, was sie tun und für wen sie es tun: vehemente Rampenspieler ohne Scheu vor großen Auftritten. Tobi Müller hat sich in Zürich Joachim Meyerhoffs Ego-Shooter «Hamlet» angesehen und von der allzeit bereiten Begeisterungsfähigkeit des Schauspielers des Jahres anstecken...
