Retro ist depro
Natürlich ist es eine gute Idee, die klügsten Leute von Zürich ans Theater zu binden und sie mit einer guten Flasche Wein auf die Bühne zu setzen und reden zu lassen. Den Psychoanalytiker Peter Schneider etwa, als radikaler Kolumnist im Radio und in allerlei Schweizer Zeitungen zuhause und ein gewitzter Causeur sondergleichen. Dieser Peter Schneider sitzt jetzt also mit einem anderen lokalen Großredner, dem Gründer von philosophischen Stadtutopien und realen Wohngenossenschaften P.M.
auf der Bühne, vor dem einen eine Flasche Weiß-, vor dem andern eine Flasche Rotwein, und über eine Stunde lang reden die beiden miteinander über Glanz und Elend von genossenschaftlich organisierten Gruppierungen.
P.M. erzählt aus dem Alltag von Genossenschaftspartys, auf denen er die Vegetarier, Veganer und Flexitarier absichtlich mit viel Fleisch konfrontiert. Zigarren-Fan Peter Schneider fragt sich, wie viele Zigarren sich eigentlich ein Hartz-IV-Empfänger leisten kann. Und plötzlich fragt P.S. den P.M.: «Bist du für oder gegen Pfaller?» P.M. antwortet: «Dafür. Er ist allerdings ein bisschen repetitiv.» Und P.S.: «Jaja, der ist ein One-Way-Pony.» Und weil es bei Robert Pfaller ja immer irgendwie um ...
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Theater heute Februar 2014
Rubrik: Starts, Seite 28
von Simone Meier
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