Raus aus dem Kinderzimmer!

Gerhild Steinbuch «Verschwinden oder Die Nacht wird abgeschafft» und Pia Hierzegger «The Sound of Seiersberg»

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Wellmade Plays hat die 24-jährige Gerhild Steinbuch aus Mödling bei Wien nie geschrieben; knackige Dialoge oder spannende Situa­tionen sind nicht ihr Ding. Ihre Figuren sind so fragil gezeichnet, dass sie kaum zu fassen sind; ihre Sprache ist so verknappt, dass man den Subtext schon sehr genau mitlesen muss. Das macht einerseits die Faszination aus, die von diesen Texten ausgeht. Andererseits muss Steinbuch aufpassen, dass ihre Stücke nicht zu versponnen werden.

Noch nie war sie so hermetisch wie heute: Nach der Lektüre ihres vierten Stücks «Verschwinden oder Die Nacht wird abgeschafft» weiß man nicht recht, worum es da überhaupt geht. Und auf die Idee, das Stück könnte mit «Antigone» zu tun haben, wäre man ohne entsprechende Hinweise der Autorin wohl auch nicht gekommen.

Die Uraufführung fand als Koproduktion des Steirischen Herbstes mit dem Grazer Schau­spielhaus auf der Studiobühne der Oper statt. Die Arenabühne (Petra Winterer) stellt ein Stück Straße dar; weil die meisten Szenen indoors handeln, sind die Schauspieler dazu angehalten, auch die Räume mitzuspielen – selten hat man eine Inszenierung gesehen, in der so viele imaginäre Türen pantomimisch auf und zu gemacht werden. ...

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Theater heute Dezember 2007
Rubrik: Chronik, Seite 47
von Wolfgang Kralicek

Vergriffen
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