Notizen

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Wer schreibt am schönsten?

Zwei der wichtigsten Dramatikertalenthebebühnen suchen wieder nach neuen Autoren und Manuskripten: Der Stückemarkt des Berliner Theatertreffens erwartet gehaltvolle neue, jedenfalls nicht aufgeführte Dramen aus ganz Europa, die vom 2. bis 18. Mai in szenischen Lesungen präsentiert werden oder in einem Dramatikerworkshop mit John von Düffel weitergären. Auswählen unter den vermutlich mehreren hundert Einsendungen (Annahmeschluss ist der 15.

Dezember) werden der Regisseur Nuran David Calis, die Dramaturgin Viola Hasselberg, die Schriftstellerin Dea Loher, der Dramaturg Koen Tachelet und Iris Laufenberg fürs Theatertreffen. Texte an Berliner Festspiele, Yvonne Büdenhölzer, Schaperstraße 24, 10719 Berlin. Die Qual der Wahl bei den Autorentheatertagen des Hamburger Thalia Theaters lastet dagegen allein auf den bewährten Schultern des Theaterkritikers Gerhard Jörder. Er hat allerdings für die vier Stücke, die am 6. Juni 2008 in Werkstattinszenierungen präsentiert werden sollen, konkrete Vorstellungen. Sie sollen, frei nach dem Hamlet-Zitat «Mehr Inhalt, weniger Kunst», möglichst «groß erdacht und erfahren, nicht nur gut gemacht oder gut gemeint» sein. Die ...

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Theater heute Dezember 2007
Rubrik: Magazin, Seite 59
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Weitere Beiträge
Wuppen gilt nicht

Ich muss Frank Kroll Recht geben – mit einer Ausnahme: der waghalsigen «These», Autoren subventionierten Theater. Ein Stückauftrag wird üblicherweise mit ca. 7.500 Euro plus Tantiemen bei garantierter Vorstellungszahl entlohnt; ich überlasse jedem nachzurechnen, wie lange sie oder er bei welcher Wochenstundenzahl dafür arbeiten muss.

Ansonsten hat er Recht: Die...

Eine teuflische Angelegenheit

Seinen «Parsifal» hat er ihn genannt: Thomas Manns Verhältnis zu seinem Roman «Doktor Faustus» war schon während des Schreibens hochemotional. Ein Erlösungswerk sollte es für den Künstler und dessen Leser sein, die Summe eines Lebenswerks, vielleicht gar ein letztes Wort, überpersönlich und zugleich sehr privat, ja intim. Die imaginierte Lebensgeschichte des...

Voll heutig, mit Bedeutungsformel

In diesem «Ödipus» geht ein gezackter, mit Glas oder Plexiglas bedeckter Graben durch den Zuschauerraum (Bühne Karl-Ernst Herrmann). Wie ein Blitz des Zeus! Ob der tatsächlich mit Licht gefüllt wird? Oder Blut? 

Die Zuschauerrampe ist schwarz und steil abfallend, die Bühne steht auf einem Metall­gerüst, das wiederum im Wasser steht, und ist schwarz und steil...