Raum für Experimente?
Für die Briten ist ihre Monarchie nicht nur kuschelige Tradition, die mit ihren Skandälchen, guten Taten und Schwangerschaften die Regenbogenpresse beglückt, sondern auch immer wieder knallharter Wirtschaftsfaktor. Alle Jahre wieder wird öffentlich diskutiert, wie viel die Queen und ihr Clan den Steuerzahler kosten; regelmäßig hält man dagegen, wieviel Mehrwert sie dem Staat, vor allem über die Touristenschiene, aber auch als nationaler Kohäsionsfaktor und als Großbritanniens nobelste Celebrity bringt.
Beeindruckendes Kapital geschlagen hat aus der Monarchin auf jeden Fall der Autor Peter Morgan. Sein Filmscript zu «The Queen», in dem die Grande Dame der englischen Theater- und Filmwelt Helen Mirren der Königin überzeugend unaufwändig dramatische Gestalt gab, hat schon einen dramatischen Nachfolger: «The Audience». Es zeichnet mögliche Begegnungen der Queen mit acht der zwölf Premierminister nach, die sich in ihrer sechzigjährigen Amtszeit die Klinke von Number 10 Downing Street in die Hand gaben. Und wieder mit Helen Mirren als royaler Protagonistin.
Die wöchentlichen königlichen Audienzen der britischen Premiers haben lange Tradition und sind Teil der insularen konstitutionellen ...
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Theater heute August/September 2013
Rubrik: Ausland, Seite 48
von Patricia Benecke
Wolfgang Kralicek Stefanie Carp, zum ersten Mal kamen Sie 2005 als Vertretung für Marie Zimmermann zu den Festwochen. Wie ist Intendant Luc Bondy damals auf Sie gekommen?
Stefanie Carp Als Christoph Marthaler und ich das Zürcher Schauspielhaus leiteten, hatten wir Luc Bondy für eine Inszenierung eingeladen, «Auf dem Land» von Martin Crimp. Als er dann eine...
Personen
Du
und all die anderen.
Anmerkung I:
Die Regieanweisungen sind so geschrieben, dass sie je nach
Finanzlage des jeweiligen Theaters
umgesetzt oder auch nur erzählt werden können.
Anmerkung II:
Das Stück ist der erste Teil einer Dulogie.
Der zweite Teil trägt den Titel: Du (Norma).
Teile
Prolog: Das Ende
I. Herkunft
II. Kindheit
III. Jugend
IV. Studium
V. Erwachsen
VI....
Der Mann kommt hier nicht mehr lebendig raus – das Bühnenbild von Beate Zoff lässt da keinen Zweifel. Mächtige graue Steinwände ragen drohend im hinteren Teil der Bühne empor und zeigen so, dass der Titelheld des Stückes «Der Kaufmann von Stuttgart» schon zu Beginn des Abends ein Gefangener ist. Der Bühnenboden ist ein großer Davidstern, der auf die jüdische...
