Radikale Räume

Luk Perceval, Dimiter Gotscheff und Samuel Finzi über die Bühnenbildnerin Katrin Brack

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Luk Perceval Katrin Brack und ich, wir arbeiten schon seit 1990 zusammen, 17 Jahre sind das jetzt. Wir waren damals beide an einem Punkt, wo wir das Theater mehr oder weniger satt hatten. Ich wollte weg von jeder Form von Behauptung und suchte nach einer größeren Wahrhaftigkeit; bei Katrin war es ähnlich, sie wollte keine Bühnenbilder mehr, die nur dazu da waren, irgendwelche situativen Lösungen anzubieten oder symbolische Vergrößerungen von Inhalten oder Themen der Stücke, sondern Räume, die eher eine Wirklichkeit an sich kreierten.

Im Nachhinein wurde die Arbeit an der «Orestie» ein wichtiger Wendepunkt, und es ist gar nicht so zufällig, dass Mitko Gotscheff damals auf Katrin aufmerksam wurde. 

Dimiter Gotscheff Die Arbeit mit ihr ist ganz einfach. Ich sage den Titel, Katrin schweigt (Pause) – sehr lange – (Pause), dann ruft sie mich irgendwann an und sagt, das sei so und so. Sie sagt «Nebel» oder «Schnee», «Schaum». Ich schweige dann auch, aber kurz, dann sage ich «ja». 

Perceval Ich glaube, dass wir alle drei sehr stark von den Schauspielern fasziniert sind. Das hat auch mit dem Theatersystem zu tun. In Flandern waren wir von Tourneen abhängig, das Bühnenbild musste in einen ...

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Theater heute Jahrbuch 2007
Rubrik: Meisterinnen der Äußerlichkeit, Seite 118
von Thomas Irmer

Vergriffen
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